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TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis: Erlebnis Wissen

Reichen Sie Ihre Arbeiten bis 30.6.2017 ein!

TÜV AUSTRIA stiftet 15.000 Euro für Arbeiten in den TÜV-Kernbereichen Technik, Sicherheit, Qualität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis: Anerkennung für das Ingenieurwesen

Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis stellt eine Anerkennung für das Ingenieurwesen und einen Ansporn für Fachkräfte im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich dar.

Wir suchen

- Technisch-naturwissenschaftliche Diplomarbeiten und Dissertationen

- HTL-Abschlussarbeiten

- Beispiele aus der Unternehmenspraxis

Zusätzlich zum Geldpreis in der Höhe von 15.000 Euro besteht die Möglichkeit, dass eingereichte Arbeiten im Verlag der TÜV AUSTRIA Akademie veröffentlicht werden.

Was wir brauchen

Der eingereichten Arbeit sind beizufügen:

- Ein Lebenslauf des Verfassers / der Verfasserin

- Bestätigung über die positive Beurteilung durch den/die betreuende/n Dozent/in bzw. Professor/in

- Eine höchstens fünfseitige Zusammenfassung der Arbeit

- Eine Erklärung, dass sich der/die Einreicher/in zur Veröffentlichung im TÜV AUSTRIA-Fachverlag bewirbt

- Die Arbeit muss bis spätestens 30. Juni 2017 beim TÜV AUSTRIA in elektronischer Form (PDF) einlangen.

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis Verleihung 2015 im Kuppelsaal der TU Wien (C) Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis Verleihung 2015 im Kuppelsaal der TU Wien (C) Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: TU Wien Rektorin Prof. Dr. Sabine Seidler: "Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ist eine ideale Plattform, diese Leistungen aus Wissenschaft und Wirtschaft zugänglich zu machen." Foto: Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: TU Wien Rektorin Prof. Dr. Sabine Seidler: "Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ist eine ideale Plattform, diese Leistungen aus Wissenschaft und Wirtschaft zugänglich zu machen." Foto: Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: Johann Marihart, TÜV Österreich Präsident (l) und Christian Neumayer, IV-Generalsekretär: "Absolventinnen und Absolventen tragen wesentlich mit dazu bei, dass eine Reihe heimischer Technologien Weltmarktführerschaft erlangt haben." Foto: Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: Johann Marihart, TÜV Österreich Präsident (l) und Christian Neumayer, IV-Generalsekretär: "Absolventinnen und Absolventen tragen wesentlich mit dazu bei, dass eine Reihe heimischer Technologien Weltmarktführersch
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas: "Die Förderung junger Leute im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegt in unserer Unternehmensgruppe, die innovativer Dienstleistungspartner Dienstleistungspartner für Gewerbe, Handwerk, Industrie, aber auch Behörden und Kommunen ist, auf der Hand." Foto: Thomas Preiss.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas: "Die Förderung junger Leute im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegt in unserer Unternehmensgruppe, die innovativer Dienstleistungspartner Dienstleistungspartner für Gewerbe,
Katrin Lepuschitz, MSc. - „Recycling von Baumaterialien & dessen Wirtschaftlichkeit“, TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
Katrin Lepuschitz, MSc. - „Recycling von Baumaterialien & dessen Wirtschaftlichkeit“, TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
Dr. Bernd Zwattendorfer „Sicheres und datenschutzkonformes Identitätsmanagement“
Dr. Bernd Zwattendorfer „Sicheres und datenschutzkonformes Identitätsmanagement“
J.Bleiberschnig, F.Schöffmann, S.Steiner, A.Widmann: HTL Klagenfurt Mössingerstraße „OcuCraft“: TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
J.Bleiberschnig, F.Schöffmann, S.Steiner, A.Widmann: HTL Klagenfurt Mössingerstraße „OcuCraft“: TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
Markus Kircher, Simon Wolfsgruber: Abschlussarbeit HTL Vöcklabruck „Mobiler Personenaufzug“: TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
Markus Kircher, Simon Wolfsgruber: Abschlussarbeit HTL Vöcklabruck „Mobiler Personenaufzug“: TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
W.Schwab,M.Weichert „Schallpegelmesser mit adaptivem Bewertungsfilter“, TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
W.Schwab,M.Weichert „Schallpegelmesser mit adaptivem Bewertungsfilter“, TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: Rektorin der TU Wien, Prof. Dr. Sabine Seidler bei der Überreichung des Publikumspreises: Das Rennen machte das Team der HTL 1 Bau & Design Linz. Sejla Kendic, Nermin Golubic und Maximilian Egger überzeugten das Publikum mit ihrer Diplomarbeit zum Thema Schallschutz von Wandbauteilen in Massivholzbauweise. Foto: Thomas Preiss, APA.
TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2015: Rektorin der TU Wien, Prof. Dr. Sabine Seidler bei der Überreichung des Publikumspreises: Das Rennen machte das Team der HTL 1 Bau & Design Linz. Sejla Kendic, Nermin Golubic und Maximilian Egger überzeugten das Pub

Am 28. Oktober prämierte der TÜV AUSTRIA innovative, kreative und nachhaltige Projekte in den Bereichen Universitäten/Fachhochschulen, HTLs und Unternehmenspraxis. Erstmals wurde auch ein Publikumspreis vergeben.

Bereits zum vierten Mal hat der TÜV AUSTRIA eine Einladung zum Wissenschaftspreis ausgesandt. 50 Projekte, die sich mit den Themenbereichen Sicherheit, Technik, Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit beschäftigen, wurden eingereicht, das jeweilige Projekt auf den sprichwörtlichen „Prüfstand“ gestellt.

Die großartige Kulisse für die heurige Wissenschaftspreisverleihung bot der Kuppelsaal der Technischen Universität Wien. Die Technische Universität Wien feiert am 6. November ihr 200-Jahr-Jubiläum. Sie ist heute eine moderne Forschungsuniversität, die entlang des Dreiecks Forschung – Lehre – Innovation Forschungsexzellenz von internationalem Rang generiert.

Die Rektorin der TU Wien, Sabine Seidler, ließ es sich ebenso nicht nehmen, beim Festabend für Österreichs Next Generation mit dabei zu sein, wie der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer.

Österreichs First Lady, Margit Fischer, sie ist auch Vorsitzende des Vereins ScienceCenter-Netzwerk war unter den Gästen, gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Schule, Forschung und Wirtschaft.

Rektorin Seidler: „Ich bin immer wieder beeindruckt von den sehr großen technischen Leistungen, die an den heimischen HTLs und an unseren Universitäten geleistet werden. Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ist eine ideale Plattform, diese Leistungen einem großen und interessierten Publikum aus Wissenschaft und Wirtschaft zugänglich zu machen.“

Für IV-Generalsekretär Christoph Neumayer zeichnet der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis zeichnet Kreativität, Dynamik und Mut zu Neuem aus, legt aber auch viel Wert auf Nachhaltigkeit, den schonenden Umgang mit Ressourcen.

„Genau das braucht eine lebendige Wirtschaft. Wir haben in Österreich weltweit anerkannte Ausbildungsstätten im Bereich der Technik. Viele Absolventinnen und Absolventen sind – weit über die Landesgrenzen hinaus – als attraktive Fachkräfte gesucht. Sie alle tragen wesentlich mit dazu bei, dass eine Reihe heimischer Technologien Weltmarktführerschaft erlangt haben. Der Wissenschaftspreis soll mithelfen, neue Technologien in der Wirtschaft zu integrieren. Davon kann es gar nicht genug geben. Innovation, Kreativität und der Mut zu Neuem ist daher unsere Zukunftsvorsorge.

Für den Präsidenten des TÜV AUSTRIA, Johann Marihart, passt der Wissenschaftspreis perfekt ins Unternehmenskonzept der TÜV AUSTRIA-Gruppe. „Neben unseren vielfältigen unternehmerischen Tätigkeiten haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Und der wollen wir, unter anderen, mit dem Wissenschaftspreis Rechnung tragen. Dieser Preis lädt ein, die eigenen Ideen auf den sprichwörtlichen Prüfstand zu stellen, holt kreative technische Leistungen vor den Vorhang und präsentiert sie der Wirtschaft dieses Landes. Das macht Freude.“

TÜV AUSTRIA-CEO Stefan Haas: „Die Förderung junger Leute im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegt in unserer Unternehmensgruppe, die innovativer Dienstleistungspartner für Gewerbe, Handwerk, Industrie, aber auch Behörden und Kommunen ist, auf der Hand. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchen Aufgabenstellungen sich junge Leute in diesem Bereich beschäftigen.

Die Einladung, die wir ausgesandt haben, sich einem Wettbewerb zu stellen, Arbeiten bewerten zu lassen, wurde großartig angenommen. Aber eben nicht nur von der Quantität der Einreichungen, sondern vor allem von der Qualität der Arbeiten, den Lösungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektiven, innovativen Einfällen, dem Nachhaltigkeitsgedanken und vielem mehr sind wir begeistert.“

Bei der Qualität an Einreichungen fiel der Jury die Auswahl – wie in den Jahren davor – erneut schwer zumal sämtliche eingereichte Dissertationen, Diplomarbeiten, Master Thesen bzw. HTL-Abschlussarbeiten mit „Sehr gut“ oder gar „Ausgezeichnetem Erfolg“ bewertet wurden.

Es galt aus der Fülle der hochqualitativen Einsendungen eine Auswahl zu treffen. Und weil so vieles so gut ist gibt es in den Kategorien „Universitäten/Fachhochschulen“ sowie „HTL-Abschlussarbeiten“ jeweils zwei Sieger.

Kategorie „Universitäten/Fachhochschulen“

Katrin Lepuschitz (Jg. 1988) studierte zunächst Sinologie in Wien, Taiwan und Xiamen, ehe sie an der Universität für Bodenkultur ein Bachelorstudium im Bereich Umwelt-, Bio- und Ressourcenmanagement absolvierte. An der TU Wien folgte dann ein Masterstudium am Institut für Abfallwirtschaft, Nachhaltiges Energie- und Wassermanagement. Mit ihrer Master Thesis über Baurestmassen, einer Analyse von deren Zusammensetzung und finanziellem Wert sicherte sich Katrin Lepuschitz den Sieg in der Kategorie „Universitäten/Fachhochschulen“.

Die Master These beschäftigt sich mit dem Recycling von Baumaterialien und dessen Wirtschaftlichkeit. Die Arbeit basiert auf einer praktischen Fallstudie eines Abbruchprojektes in Wien Döbling mit der Abrissfirma Prajo und Co GmbH. Nach der Massenerhebung von diversen Baumaterialien des untersuchten Gebäudekomplexes wird auf Basis von Expertenbefragungen ein realistisches Recyclingszenario angenommen, um anschließend den finanziellen Wert der wiederverwendbaren Baumaterialien zu errechnen. Ziel war es, relevante Informationen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Recycling von Baurestmassen zu erheben und deren Wert anhand eines realen Gebäudes darzustellen. Dabei wurde der Forschungsfrage nachgegangen, welchen finanziellen Wert Baurestmassen nach deren Abriss haben.

Ein weiterer Sieger in der Kategorie „Universitäten/Fachhochschulen“ ist Bernd Zwattendorfer (Jg. 1980), ein Dissertant der TU Graz (Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie), der mit seiner Arbeit über grenzüberschreitende sichere E-Government-Lösungen, Cloud Computing und Flexibilität bei der Verwaltung von Ressourcen überzeugte.

Bernd Zwattendorfer hatte in seiner Dissertation die Aufgabe, einen Ansatz für sicheres und datenschutzkonformes Identitätsmanagement in der Public Cloud zu entwickeln und umzusetzen. Im E-Government aber auch in anderen Bereichen der IT-Sicherheit ist diese Fragestellung hochaktuell: Cloud Computing hat sich in den letzten Jahren zu einem Trend im IKT Bereich entwickelt und aus Gründen der Effizienz sowie Kosteneinsparungen lagern immer mehr Unternehmen ihre IKT Infrastruktur bzw. Anwendungen in die Cloud aus. Die Verwaltung ist hier noch zögerlicher, da es in Bezug auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten strikte Vorgaben in punkto Datenschutz und Sicherheit gibt. Es werden weltweit bereits viele Identitätsmanagementsysteme in Public Clouds angeboten. Wenn es allerdings um nationale System wie eIDs und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten wie eindeutige Identifikatoren geht, können diese Systeme nationale sowie europäische Datenschutzanforderungen nicht erfüllen.

In der Arbeit hat Zwattendorfer zuerst den Stand der Technik des Identitätsmanagement erfasst, mit Fokus auf den Bereich E-Government und nationalen eIDs. Ein Schwerpunkt dabei lag auf dem Bereich Interoperabilität zwischen nationalen eIDs. Bernd Zwattendorfer hat im Rahmen des EU Large Scale Pilotprojekts STORK wesentlich an der Entwicklung und Umsetzung eines Rahmenwerks für die grenzüberschreitende Erkennung und Verarbeitung von elektronischen Identitäten mitgearbeitet. Auf Basis der zugrunde liegenden Arbeiten im Bereich Identitätsmanagement hat er in seiner Arbeit den Stand der Technik im Bereich Cloud Computing und Identitätsmanagement erfasst und verschiedene Ansätze entwickelt bzw. umgesetzt, wie elektronische Identitäten und personenbezogene Daten datenschutzkonform in einer Public Cloud verarbeitet werden können.

Bernd Zwattendorfer hat über 30 wissenschaftliche Beiträge als Autor verfasst oder als Co-Autor mitgestaltet.

Die Arbeiten von Katrin Lepuschitz und Bernd Zwattendorfer sind in englischer Sprache verfasst.

Kategorie „HTL-Abschlussarbeiten“

Bei den HTLs konnte ein Team (Jakob Bleiberschnig, Fabian Schöffmann, Stephan Steiner und Alexander Widmann) von der HTL Klagenfurt, Mössingerstraße, Abteilung Elektronik und Technische Informatik, mit ihrem Diplomarbeitsprojekt „OcuCraft“ überzeugen.

OcuCraft ist ein ferngesteuerter Roboter mit einer neu entwickelten Kamerasteuerung, durch die sich der Anwender in den Roboter hineinversetzt fühlt. Er kann die Umgebung durch die Augen des Roboters erkunden. Der Anwender soll nicht auf einem Monitor den gefilmten Bereich beobachten, sondern das aufgenommene Bild direkt vor seinen Augen wahrnehmen. Die Ausrichtung der Kameras erfolgt mit seinen eigenen Kopfbewegungen.

OcuCraft ist für den Einsatz als Industrieroboter entwickelt. Es soll speziell die Kontrollarbeiten, die bisher mit herkömmlichen Robotern erfolgen, einfacher gestalten. Vor allem die intuitive Steuerung der Kameras verbessert den visuellen Eindruck, den der Anwender bei Kontrollarbeiten an schwer zugänglichen Orten bekommt. Das führt dazu, dass der Roboter auch in gefährlichen Bereichen, in denen sonst Personal aufgrund der schnelleren Handlungsfähigkeit eingesetzt werden muss, als weitere Alternative verwendet werden kann.

Ein Team der HTL Vöcklabruck (Markus Kircher, Simon Wolfsgruber) beschäftigte sich im Rahmen ihres Ausbildungsschwerpunktes Maschinen- und Anlagentechnik mit der Entwicklung und Konstruktion eines mobilen Personenseilaufzugs.

Die beiden Maturanten entwickelten und konstruierten ein mobiles Gerät , welches es ermöglicht gerüstfrei an einer Gebäudefassade Arbeiten zu verrichten. Anwendung findet dieses Gerät bei z.B. Kirchenrestaurationen, aber auch für die Reinigung von Glasfassaden. Die eigentliche Innovation des Projekts ist eine Vorrichtung, welche die durchgehende Seilspannung ermöglicht.

Das Gerät muss nur mehr im Bereich des Daches befestigt werden. Damit der Aufzug universell eingesetzt werden kann, wurden seitlich und hinten Anbauvorrichtungen konstruiert. Diese ermöglichen zum Beispiel das Einhängen von Eimerhalterungen für 30l Eimer, Karabinerhaltern), oder eines Gasflaschenhalters für Schutzgasschweißarbeiten.

Beide Projekte sind schöne Beispiele für Innovation und Erfindergeist.

Kategorie „Unternehmenspraxis“

In der Kategorie „Unternehmenspraxis“ sicherte sich das Villacher Zivilingenieurbüro Dipl.-Ing. Werner Schwab im Bereich Umwelttechnik und Schallmessung eine Auszeichnung.

Mit ihrer Arbeit „Schallpegelmesser mit automatischem adaptivem Bewertungsfilter“ beschäftigen sich Werner Schwab, er ist auch Professor an der FH Klagenfurt, und sein Kollege Max Philipp Weichert mit der Tatsache, dass trotz stetiger Bemühungen der Technik zu geringeren Lärmemissionen die ständig auf die Menschen einwirkende Lärmbelästigung jedoch weiterhin zunimmt.

Neben dem für das menschliche Ohr hörbaren Bereich der akustischen Schwingungen in der Luft sind die Bereiche unter bzw. ober diesem Frequenzband, welches allgemein im Bereich von 20 Hz bis 20 kHz angegeben wird, in Bezug auf die Empfindlichkeit für den Menschen zusätzlich von enormer Bedeutung.

Unterhalb des allgemeinhin als „hörbar“ bezeichneten Bereiches des Luftschalls, welcher laut gängiger Meinung bei etwa 20 Hz beginnt, befindet sich der Infraschall. Der tieffrequente Anteil ist nicht nur aufgrund seiner Inhalte der Energie sondern auch wegen menschlicher Reaktionen – teilweise über das Ohr und teilweise über den Körper selbst – von wichtiger Bedeutung.

In diesem recht diffusen Bereich des menschlichen Hörvermögens treten z.B. sogenannte „Brummton“-Phänomene auf, welche aufgrund der Nähe zur unteren Hörschwelle nur von einigen Menschen wahrgenommen und von der Messtechnik, welche A-Bewertung einsetzt, nicht verifiziert werden kann.

Tieffrequenter Schall kann in Gebäuden zudem auch als Sekundärschall auftreten, wenn sich aufgrund von Gebäudedimensionen sogenannte Raum-Moden (stehende Wellen) ausbilden, welche punktuell zu einer Verstärkung gewisser tieffrequenter Schalldruckpegel führen. Die Quelle des Sekundärschalls muss dafür nicht im Haus, sondern kann auch außerhalb des Gebäudes liegen. Hierin zeigt sich erneut die Wichtigkeit, den tiefen Frequenzen mehr Beachtung zu schenken.

Die Tatsache, dass mit dem A-bewerteten Schalldruckpegel der tieffrequente Anteil eines Geräusches umso weniger bewertet wird, je lauter das Geräusch ist, hat das Projektteam dazu bewogen, eine geänderte Messmethodik mit nichtlinearem digitalen Bewertungsalgorithmus zu entwickeln und zu programmieren. Dieser Algorithmus soll die Messwerte nach erweiterten Gesichtspunkten verarbeiten und vor allem auch bisher vernachlässigte tieffrequente Komponenten berücksichtigen.

TÜV AUSTRIA Publikumspreis

Erstmals wurden auch die Gäste des Wissenschaftspreises zu Juroren. Insgesamt drei HTL-Projekte haben es auf eine Short-List geschafft und stellen sich mit ihren Projekten (Innovatives Elektro GoKart, Mesh-fähiges Sendenetz für Winzer und Schallschutz von Wandbauteilen in Massivholzbauweise) dem Publikum.

Das Rennen machte das Team der HTL 1 Bau & Design Linz. Sejla Kendic, Nermin Golubic und Maximilian Egger überzeugten das Publikum mit ihrer Diplomarbeit zum Thema Schallschutz von Wandbauteilen in Massivholzbauweise. In der Baubranche wird immer häufiger auf den Holzmassivbau zurückgegriffen. Vor allem ist der Schallschutz von Außenwandaufbauten enorm wichtig, da das Gebäudeumfeld eine Lärmbelästigung für das menschliche Gehör darstellt. Die Maturanten liefern mit ihrer Arbeit einen wichtigen Impuls, dass sich die Bautechnik in diesem Bereich zukünftig noch weiter entwickeln müsse, um verbesserte Schallmessergebnisse zu erzielen.

Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Für die Preisträgerinnen und Preisträger besteht zudem die Möglichkeit, dass ihre Arbeiten im TÜV AUSTRIA Fachverlag auch in Buchform veröffentlicht werden.

Einreichungen unter wissenschaftspreistuvat

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