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Typisierung

Typisierung

Fahrzeugtypisierung in Österreich

Unter Umrüstung versteht man die Veränderung von Bauteilen abweichend vom Serienzustand eines Fahrzeuges, wie z.B. Änderungen der Rad-/Reifenkombinationen, Fahrwerken, Anbauteilen usw., deren Verwendung im Genehmigungsdokument (Typenschein- bzw. Einzelgenehmigungsbescheid) für den Fahrzeugtyp nicht vorgesehen wurde.

Grundsätzlich unterliegt jede Änderung (mit wenigen Ausnahmen, siehe hier), die an einem Fahrzeug durchgeführt wird, dem § 33 Abs. 6 KFG 1967, und ist der zuständigen Landesregierung (Kraftfahrzeugprüfstellen der Länder; Siehe Seite 14) anzuzeigen. Auch bei Verwendung  von Bauteilen, die vom Serienzustand abweichen, muss das Fahrzeug verkehrs- und betriebssicher bleiben. Nach der Umrüstung darf das Fahrverhalten des Fahrzeuges unter betriebsüblichen Bedingungen keine kritischen Zustände aufweisen. Dies ist durch eine Freigabe des Fahrzeugherstellers bzw. seines Bevollmächtigten im Inland (Importeur) oder durch ein Gutachten einer Prüfstelle (z.B. Gesamtgutachten der TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH, bezüglich aller Bauteile, mit denen das Fahrzeug umgerüstet wurde) nachzuweisen. Unter dieser Voraussetzung, erfolgt dann beim Amt der zuständigen Landesregierung eine Eintragung in das Genehmigungsdokument (Typenschein, Einzelgenehmigungsbescheid oder CoC-Dokument).

Gemäß §22a KDV sind folgende Änderungen genehmigungsfrei:

  • Scheinwerfer, Leuchten und Rückstrahler mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen)
  • zusätzliche Scheinwerfer für Fernlicht (sofern die zulässige Kennzahl für die Lichtstärke, derzeit 100, nicht überschritten wird)
  • Tagfahrleuchten mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen)
  • Anhängerkupplungen mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen); eine Ausfallkontrolle für die Blinker des Anhängers muss jedoch vorhanden sein
  • Schalldämpfer mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen)
  • Frontschutzsysteme (Frontschutzbügel) mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen)
  • Leichtmetallräder mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen)
  • Scheibentönungsfolien mit einenm Genehmigungszeichen eine EU-Mitgliedstaates; ein bekleben der Windschutzscheibe ist nicht zulässig (auch keine Sonnenblendstreifen!)

Jede Änderung der Rad- und Reifenkombination, die nicht im Genehmigungsdokument des Fahrzeugs angeführt ist, ist grundsätzlich, auch wenn sich nur die Radgröße oder die Radtype ändert, anzeigepflichtig!

Anmerkung: Bei einer gleichzeitigen Tieferlegung ist meistens ein Gesamtgutachten erforderlich!

  • Die verwendeten Räder müssen ausreichende Betriebsfestigkeit aufweisen (Nachweis durch ein Teile- oder Festigkeitsgutachten)
  • Bei Spurweitenänderungen von mehr als +2% bei Fahrzeugen mit selbsttragender Karosserie bzw. mehr als +4% bei Fahrzeugen mit Leiterrahmen ist der Nachweis ausreichender Betriebsfestigkeit des Fahrzeuges durch den Fahrzeughersteller (Unbedenklichkeitsbe-scheinigung) oder ein Gutachten eines technischen Dienstes zu erbringen.
  • Bei einer Änderung des Abrollumfangs von mehr als ±2% ist eine Kontrolle  des Geschwindigkeitsmessers und Wegstreckenzählers erforderlich. Bei einer zu großen Abweichung (Geschwindigkeitsmesser darf nie weniger als die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit und nicht mehr als 4 km/h + 10% Skalenwert) muß der Geschwindigkeitsmesser angeglichen werden und die serienmäßigen Reifendimensionen dürfen nicht mehr weiterverwendet werden.
  • Bei einer Änderung des Abrollumfangs von mehr als ±8% ist das Abgas-, Geräusch- und Bremsverhalten erneut nachzuweisen. Diese Prüfungen sind äußerst kostenintensiv!
  • Bei der Verwendung von Reifen auf zu breiten oder schmalen Rädern (gemäß Norm), ist eine Freigabe des Reifenherstellers erforderlich

Unter Beibringung der für eine Begutachtung erforderlichen Dokumente und Nachweise werden nachstehende Prüfungen, zur Erstellung eines Gutachtens hinsichtlich der Verkehrs- und Betriebssicherheit des umgerüsteten Fahrzeuges, durchgeführt:

  • Anbauprüfung der Räder (Radanschluss, Radbefestigung)
  • Prüfung der Freigängigkeit der Räder und der Bereifung unter allen auftretenden
    Betriebsbedingungen (z.B. voller Lenkeinschlag, Kotflügelkanten im eingefederten Zustand, etc.)
  • Prüfung der Eignung der Reifen hinsichtlich Tragfähigkeit, zulässiger Geschwindigkeit und Radbreite
  • Prüfung der Tragfähigkeit der Räder unter Berücksichtigung der zulässigen Achslasten
  • Prüfung der Einhaltung der Auflagen im Teile- oder Festigkeitsgutachten
  • Prüfung der Verwendbarkeit von Schneeketten
  • Prüfung der Wirksamkeit der Radabdeckungen (die gesamte Breite der Rad- und Reifenkombination muss im Bereich von 30° vor und 50° nach dem oberen Scheitelpunkt abgedeckt sein)
  • Prüfung der Auswirkung bei Änderung des Lenkrollradius (Prüfung des Brems- und Lenkverhaltens)
  • Gegebenenfalls Fahrerprobung über eine angemessene Fahrstrecke
  • Gegebenenfalls Fahrerprobung des umgerüsteten Fahrzeuges im Vergleich zum Serienfahrzeug 

     

 

 

Jede Änderung am Fahrwerk, mit Ausnahme des Austauschs der serienmäßigen Stoßdämpfer gegen Sportstoßdämpfer mit gleichen Funktionsmaßen, ist anzeigepflichtig!

Bei der Umrüstung von Fahrwerken oder Federn sind folgende Punkte zu beachten:

  • In Österreich kann alternativ auf eine Bodenfreiheit im Leerzustand von 110 mm an festen Teilen (80 mm an formelastischen Teilen) oder auf 80 mm bei dem auf die höchst zulässigen Achslasten beladenen Fahrzeug genehmigt werden (sofern das Teilegutachten nach dem VdTÜV-Merklatt 751, Stand 08/2008 erstellt wurde, muss im Teilegutachten angeführt sein); Elastische Teile dürfen tiefer angebracht sein, wenn sie sich nach einem Bodenkontakt wieder in ihrer ursprünglichen Anbaulage befinden.
  • Die verwendeten Federn und/oder Federbeine müssen eine ausreichende Betriebsfestigkeit aufweisen (Nachweis der Federtragfähigkeit für die höchsten zulässigen Achslasten mittels Gutachten)
  • Die Federn dürfen nachträglich nicht lackiert werden, da die Kennzeichnung lesbar bleiben muss Die Achsgeometrie (Spur, Sturzeinstellung), Scheinwerfereinstellung (auch bei Xenon oder LED-Scheinwerfern) und, sofern vorhanden, der lastabhängige Bremskraftregler an der Hinterachse muss durch eine Fachwerkstätte gemäß den Herstellerangaben überprüft und falls erforderlich, neu eingestellt werden

höhenverstellbare Fahrwerke

  • Es dürfen sowohl Schraub- als auch Luftfahrwerke verbaut werden!
  • Ausreichender Abstand zu Reifen und Rädern und Karosserieteilen
  • Der Verstellbereich des Fahrwerkes (entweder Abstand Federteller bis Gehäuseschrauben oder Luftdruck) gemäß Teilegutachten muss eingehalten werden

 Folgende Punkte müssen beachtet werden (bei allen Fahrwerksänderungen):

  • Ausreichender Abstand zu Karosserie- und Fahrwerksteilen, wie z.B. Antriebswellen, Räder, Reifen, Rahmenköpfe, Lenkhebel, Spurstangen, Spurköpfe, Radaufhängungen, Stabilisatoren, Bremsleitungen, Kabeln, etc.
  • Es dürfen keine zusätzlichen (gesteckten) Federwegbegrenzer verwendet werden
  • Die Feder muss über den gesamten Federweg eindeutig geführt sein und ein spielfreier Sitz bei voll ausgefederten Achsen ist zu gewährleisten

Schalldämpfer

  • Endschalldämpfer, die ein E-Prüfzeichen aufweisen und über ein Gutachten mit Verwendungsbereich (Fahrzeug- und Motortype, Hubraum, Leistung) verfügen, sind eintragungsfrei! Das jeweilige Gutachten muss allerdings im Fahrzeug mitgeführt werden
  • Endschalldämpfer oder komplette Auspuffanlagen ohne E-Prüfzeichen müssen eingetragen werden. In diesem Fall ist ein Teilegutachten, in dem die jeweiligen Richtlinien über das Leistungs-, Abgas- und Geräuschverhalten geprüft und bestätigt sind, erforderlich. Die serienmäßigen Werte dürfen nicht verschlechtert werden, auch der Geräuschpegel (sowohl Fahrgeräusch als auch im Nahfeld) darf nicht verändert werden
  • Fächerkrümmer sind nur mit einem Teilegutachten, in dem eine eventuelle Leistungssteigerung, sowie das Abgas- und Geräuschverhalten bestätigt sind, eintragungsfähig
  • Selbstgebaute Auspuffanlagen oder Rennsportauspuffanlagen sind nicht eintragungsfähig

Beim Einbau von Anschweißendrohren sind folgende Punkte zu beachten:

  • Geänderte Endrohre sind eintragungspflichtig
  • Das Endrohr darf nicht über die hintere Fahrzeugkontur ragen
  • Der Endschalldämpfer darf nicht verändert werden.
  • Das serienmäßige Endrohr darf nur bis auf einen Rest von 20 mm gekürzt werden.
  • Das Austauschendrohr muss gasdicht verschweißt werden

Luftfilter

  • Austauschfiltermatten im serienmäßigen Luftfilterkasten sind generell eintragungsfrei
  • Die Eintragung von offenen Sportluftfiltern ist nur möglich, wenn für das Fahrzeug ein typenbezogenes Teilegutachten vorhanden ist und wenn die komplette Auspuffanlage im Originalzustand bzw. in dem im Gutachten beschriebenen Zustand ist
  • Falls im Teilegutachten gefordert, muss eine Geräusch-Dämm-Matte an der Motorhaube angebracht werden

Beim Anbau von Anbauteilen sind folgende Punkte zu beachten:

  • Ein Teilegutachten ist für die meisten Teile zwingend erforderlich
  • Es dürfen sich keinerlei negative Einflüsse, wie z.B. unzulässige Verringerung der Bodenfreiheit, unzulässige Abdeckung der Scheinwerfer, oder ähnliches ergeben
  • Abschleppeinrichtungen vorne und hinten müssen weiterhin zugänglich und verwendbar bleiben
  • Eine Scheinwerferreinigungsanlage, sofern vorhanden in der vorderen Stoßstange darf nicht entfernt werden
  • Anbauteile müssen gemäß der Montageanleitung des Herstellers dauerhaft und sicher montiert werden
  • Die Herstellerseitig vorgegebenen Kennzeichnungen dürfen beim Lackieren nicht entfernt werden
  • Austauschbremsscheiben mit denselben Abmessungen wie die serienmäßigen (auch gelochte und geschlitzte Bremsscheiben) sowie Stahlflex-Bremsleitungen gelten als Austauschteile und sind eintragungsfrei. Ein Prüfbericht, und bei Bremsleitungen eine Einbaubestätigung, sind im Fahrzeug mitzuführen!
  • Änderungen von Bremssätteln oder Bremsscheibendurchmessern sind eintragungspflichtig. Wichtig: Ein Teilegutachten für den betreffenden Fahrzeugtyp muss vorhanden sein!
  • Besondere Vorsicht ist für die Verwendung von Winterreifen mit Schneeketten geboten, da durch größere Bremsscheiben bzw. -sätteln unter Umständen die serienmäßigen Rad- und Reifenkombinationen nicht mehr weiterverwendet werden können!
  • Geänderte Bremsleitungen sind nur mit aufgepressten Schraubnippeln zulässig

Lenkräder

  • Das Lenkrad muss geprüft sein (Teilegutachten, KBA-Nummer oder E-Prüfzeichen)
  • Die Nabe muss als Verformungselement ausgeführt sein!
  • Airbaglenkräder dürfen nicht durch Lenkräder ohne Airbag ersetzt werden!
  • Eine ausreichende Sicht auf den Tachometer und die Kontrollleuchten muss gewährleistet sein

Einarmscheibenwischer

  • Ein Teilegutachten für den Fahrzeugtyp muss vorhanden sein und alles darin angeführten Auflagen müssen eingehalten werden
  • Die Endstellung muss entweder unten links oder unten rechts sein, eine Endstellung in der Mitte ist nicht zulässig!

Sportpedalauflagen

  • Pedalauflagen müssen rutschhemmend, d.h. mit Gummiauflagen oder Gumminoppen versehen, ausgeführt sein

Sicherheitsgurte

  • Der Einbau von so genannten Hosenträgergurten muss gemäß Herstellerangaben erfolgen
  • Die Sicherheitsgurte müssen ein E-Prüfzeichen aufweisen und ein entsprechendes Gutachten muss vorgelegt werden

Sitze

  • Vollschalensitze sind nur für Wettbewerbsfahrzeuge zulässig (Fahrzeug muss nach einer von der FIA anerkannten Klasse aufgebaut sein)
  • Sportsitze müssen eine verstellbare Rückenlehne haben und ein Prüfgutachten aufweisen
  • Die verwendeten Sitze müssen mit den im Fahrzeug verbauten Sicherheitsgurten ohne Einschränkungen verwendet werden können

Domstreben

  • Der Einbau von Domstreben ist eintragungsfrei, jedoch darf bei der Montage die am Fahrzeug eingeschlagene Fahrgestellnummer nicht verdeckt werden!

 

 

 

  • Sämtliche Leuchten müssen ein E-Prüfzeichen aufweisen und sind eintragungsfrei, wenn die Einbaulage und -position nicht verändert wird
  • Wenn in der Rückleuchteneinheit kein geprüfter Rückstrahler vorhanden ist, müssen zusätzliche rote, nicht dreieckige Rückstrahler mit einem E-Prüfzeichen angebracht werden

Umbau auf Xenon-Scheinwerfer

  • Eine Scheinwerferreinigungsanlage muss vorhanden sein
  • Eine automatische Leuchtweitenregulierung muss vorhanden sein
  • Der Scheinwerfer muss für die Verwendung von Xenon-Leuchtmitteln genehmigt sein

Standlichtringe (so genannte "Angel Eyes")

  • Ein nachträglicher Einbau von so genannten Standlichtringen in eine Scheinwerfereinheit ist nicht möglich
  • Es dürfen nur Scheinwerfereinheiten verbaut werden, in denen die sogenannten Standlichtringe vorhanden und geprüft sind (E-Prüfzeichen)!

Jede Änderung der Rad- und Reifenkombination, die nicht im Genehmigungsdokument des Fahrzeugs angeführt ist, ist grundsätzlich, auch wenn sich nur die Radgröße oder die Radtype ändert, anzeigepflichtig!

Bei der Umrüstung von Motorrädern hinsichtlich der Räder und Reifen sind nachstehende Punkte zu beachten:

  • Die verwendeten Räder müssen eine ausreichende Betriebsfestigkeit aufweisen (Nachweis durch ein Teile- oder Festigkeitsgutachten)
  • Bei einer Änderung des Abrollumfangs des Reifens, an dem die Geschwindigkeit gemessen wird, um mehr als ±2% ist eine Kontrolle des Geschwindigkeitsmessers erforderlich. Bei einer zu großen Abweichung (Geschwindigkeitsmesser darf nie weniger als die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit und nicht mehr als 8 km/h + 10% Skalenwert) muß der Geschwindigkeitsmesser angeglichen werden und die serienmäßigen Reifendimensionen dürfen nicht mehr weiterverwendet werden Bei einer Änderung des Abrollumfangs des Hinterreifens um mehr als ±8% ist das Abgas-, Geräusch- und Bremsverhalten erneut nachzuweisen oder die Gesamtübersetzung entsprechend zu ändern
  • Bei der Verwendung von Rädern, deren Breiten außerhalb der für die Reifen vorgeschriebenen Breiten liegt, ist eine Freigabe des Reifenherstellers erforderlich

Unter Beibringung der für eine Begutachtung erforderlichen Dokumente und Nachweise werden nachstehende Prüfungen, zur Erstellung eines Gutachtens hinsichtlich der Verkehrs- und Betriebssicherheit des umgerüsteten Fahrzeuges, durchgeführt:

  • Anbauprüfung der Räder
  • Prüfung der Freigängigkeit der Räder und der Bereifung unter allen auftretenden Betriebsbedingungen (z.B. Abstände zu Kotflügel, Schwingenarme, Kette bzw. Riemen, etc.)
  • Prüfung der Eignung der Reifen hinsichtlich Tragfähigkeit, zulässiger Geschwindigkeit und Radbreite
  • Prüfung der Tragfähigkeit der Räder unter Berücksichtigung der zulässigen Achslasten
  • Prüfung der Einhaltung der Auflagen im Teile- oder Festigkeitsgutachten
  • Prüfung der Wirksamkeit der Radabdeckungen (Das Hinterrad muß über die gesamte Reifenbreite bis zu einer senkrechten durch den Mittelpunkt des Reifens abgedeckt sein)

Auch bei Motorrädern gilt: Jede Änderung am Fahrwerk ist genehmigungspflichtig.

Bei der Umrüstung von Fahrwerksteilen sind folgende Punkte zu beachten:

  • Die verwendeten Teile müssen eine ausreichende Betriebsfestigkeit aufweisen
  • Federn dürfen nachträglich nicht lackiert werden, da die Kennzeichnung lesbar bleiben muss
  • Die Teile müssen sach- und fachgerecht verbaut werden
  • Unter allen Fahrbedingungen muss eine ausreichende Freigängigkeit zu allen Bauteilen erhalten bleiben (z.B. Lenkerenden zum Kraftstoffbehälter)
  • Die größte Breite mit Ausnahme der Rückspiegel darf nicht größer als 100 cm sein
  • Sämtliche Instrumente und Kontroll- und Warnleuchten müssen sichtbar und ablesbar bleiben

Rückspiegel

  • Es sind nur Rückspiegel mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen) zulässig
  • Es müssen 2 Rückspiegel montiert sein
  • Bei normaler Sitzposition des Fahrers (Fahrtstellung) muß eine uneingeschränkte Sicht auf die Rückspiegel möglich sein

Fußrasten

  • Fußrasten müssen klappbar ausgeführt sein
  • Die Oberfläche muss eine rutschhemmende Oberfläche (z.B. Gummiauflagen) aufweisen
  • Fußrasten müssen so angebaut werden, dass eine gemütliche Fahrposition möglich ist

Geschwindigkeitsmesser, Kontrollleuchten und Betätigungseinrichtungen

  • Die Anzeige des Geschwindigkeitsmessers muss bei normaler Sitzposition leicht ablesbar sein
  • Der Geschwindigkeitsmesser muss eine ausreichende Genauigkeit und einen ausreichend großen Messbereich und eine Beleuchtung aufweisen
  • Die Betätigungseinrichtungen und Kontrollleuchten müssen gekennzeichnet sein

Kenzeichen

  • Das Kennzeichen darf nur mittig oder auf der linken Seite angebracht werden
  • Eine seitliche Kennzeichenhalterung muss mit einem Schutz gegen einfädeln ausgerüstet sein
  • Die Schlussleuchten müssen entweder mittig oder symmetrisch zur Längsmittelebene angebaut sein
  • Das Kennzeichen darf seitlich nicht über die Lenkerenden hinausragen

Anbauteile und Verkleidungen

  • Für sämtliche Anbauteile ist zumindest ein Materialgutachten erforderlich
  • Das Fahrverhalten des Motorrades darf sich im Vergleich zum Serienzustand nicht verschlechtern
  • Durch den Anbau bzw. das Weglassen von Verkleidungsteilen dürfen keine scharfen Kanten oder Ecken entstehen
  • Beim Weglassen von Verkleidungsteilen sind Fahrversuche bis zur bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit erforderlich!
  • Alle am Motorrad montierten Leuchten müssen eine Bauartgenehmigung (E-Prüfzeichen) aufweisen
  • Wenn die Einbaulage oder -position verändert wird, müssen die geänderten Leuchten genehmigt werden
  • Eine Umrüstung auf Gasentladungs-Scheinwerfer (Xenon-Scheinwerfer) ist nicht erlaubt
  • Es sind nur Schalldämpfer mit EG-Genehmigung (E-Prüfzeichen) zulässig. Sofern ein fahrzeugspezifisches Gutachten zu der EG-Genehmigung vorhanden ist, ist der Schalldämpfer eintragungsfrei; das entsprechende Gutachten ist jedoch mitzuführen
  • Austauschbremsscheiben mit denselben Abmessungen wie die serienmäßigen, auch gelochte und geschlitzte Bremsscheiben, gelten als Austauschteile und sind eintragungsfrei; ein Prüfbericht ist mitzuführen
  • Änderungen von Bremssätteln oder Bremsscheibendurchmessern sind eintragungspflichtig.
  • Bei der Verwendung von geänderten Bremssätteln ist darauf zu achten, daß der Betätigungszylinder ein ausreichendes Betätigungsvermögen aufweist
  • Die Änderung von Brems- und Kupplungsleitungen ist Genehmigungspflichtig (die Leitungen müssen ausreichend lange sein und müssen so verlegt werden, dass diese nicht geklemmt, geknickt, durchgescheuert oder auf Zug belastet werden)
  • Geänderte Brems- und Kupplungsleitungen sind nur mit aufgepressten Schraubnippeln zulässig!
  • Bei der Verwendung von geänderten Ausgleichsgefäßen müssen diese entweder aus transparentem Material gefertigt oder es muss ein Schauglas vorhanden sein
  • Bei der Änderung der Hand- oder Fußpumpe ist darauf Acht zu geben, daß die Betätigungskolben müssen für die Bremsanlage ausreichend groß dimensioniert sein

Symbol

Bedeutung

Fahrzeugklasse

ABegrenzungslichtPKW,LKW,Motorrad
ARRückfahrscheinwerferPKW,LKW
BNebelscheinwerferPKW,LKW,Motorrad
1,1a,1bBlinker vornePKW,LKW
2aBlinker hintenPKW,LKW
5Blinker seitlichPKW,LKW
C,HCAbblendlichtPKW,LKW,Motorrad
R,HRFernlichtPKW,LKW,Motorrad
CR,HCRFern- und AbblendlichtPKW,LKW,Motorrad
C/R,HC/RFern - oder AbblendlichtPKW,LKW,Motorrad
DCXenon-AbblendlichtPKW,LKW,Motorrad
DRXenon-FernlichtPKW,LKW,Motorrad
DC/RBi-XenonPKW,LKW,Motorrad
FNebelschlussleuchtePKW,LKW,Motorrad
IARückstrahlerPKW,LKW,Motorrad
RLTagfahrleuchgtePKW,LKW
50R

Bremsleuchte,Schlussleuchte,Blinker

Motorrad

MB,MBH,C-BS,WC-CS,WC-DS

Fern- und AbblendlichtMotorrad
RSchlussleuchtePKW,LKW
S1BremsleuchtePKW,LKW
S33. BremsleuchtePKW,LKW
SM1,SM2SeitenmarkierungsleuchtePKW,LKW

Hier die Kontaktdaten zu den jeweils zuständigen Landesfarhzeugprüfstellen:

 

Burgenland

Amt der burgenländischen Landesregierung | Abteilung 5 Baudirektion

Europaplatz 1 | 7000 Eisenstadt
post.a5-sachverstaendigendienstbgld.gvat | Tel 057/600-6200

Kärnten

Amt der Kärntner Landesregierung | Unterabteilung 7KF

Flatschacher Straße 70 | 9020 Klagenfurt
abt7.kfzktn.gvat | Tel 0463/536-17264

Niederösterreich

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung | Abteilung WST8

Landhausplatz 1 | Haus 7 | 3109 St. Pölten
post.wst8noel.gvat | Tel 02742/9005-16030

Oberösterreich*)

Amt der Oberösterreichischen Landesregierung | Abteilung Verkehr

Goethestraße 86 | 4021 Linz
kfz.verk.postooe.gvat | Tel 0732/7720-13575

Salzburg

Amt der Salzburger Landesregierung | KFZ-Prüfstelle

Karolingerstraße 34 | 5020 Salzburg
pruefstellesalzburg.gvat | Tel 0662/8042-5353

Steiermark*)

Amt der Steiermärkischen Landesregierung | Abteilung 15

Petrifelderstraße 102 | 8041 Graz
kfzpruefstellestmk.gvat  | Tel 0316/877-2161

Tirol

Amt der Tiroler Landesregierung | TÜV Süd Landesges. Österreich

Trientlgasse 8 | 6020 Innsbruck
office-innsbrucktuev-suedat | Tel 0512/341910

Vorarlberg

Amt der Vorarlberger Landesregierung | TÜV Süd Landesges. Österreich

Reitschulstraße 8 | 6923 Lauterach
office-lauterach@tuev-sued.at | Tel 05574/66570

Wien

Amt der Wiener Landesregierung | Magistratsabteilung 46

7. Haiedquerstraße 5 | 1110 Wien
landesfahrzeugpruefstellema46.wien.gvat | Tel 01/4000-92777

 

 *) Die Bundesländer Oberösterreich und Steiermark stellen eine Sonderform dar, hier können unter bestimmten Umständen die Eintragungen auch ohne direkten Kontakt mit der Landesfahrzeugprüfstelle durchfeführt werden!

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