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TÜV®

Industrie 4.0 - TÜV AUSTRIA ist Ihr Partner bei der Realisierung von Industrie 4.0.

Industry 4.0 - TÜV AUSTRIA is your partner for realising Industry 4.0. © Shutterstock, Virgiliu Obada (le.), © Shutterstock, BuffaloBoy (mi.), © Shutterstock, Zapp2Photo (ri.)

Industrie 4.0 aus einer Hand

Zukunft baut auf Sicherheit. Ob bei Implementierung, Betrieb oder Weiterentwicklung zukunftsweisender Konzepte, TÜV AUSTRIA ist auch Ihr individueller Wegbegleiter bei Industrie 4.0.

„Wir warten nicht, bis Regelwerke geschrieben werden, wir begleiten Industrie 4.0 von Anfang an.“

Dr. Stefan Haas
CEO, TÜV AUSTRIA Gruppe

Safe Secure Systems Lab - S³ Lab

Die technologischen Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung führen zu einer zunehmenden Verschmelzung der physischen und der Cyberwelt. Das führt dazu, dass auch die Anforderungen an funktionale Sicherheit und IT-Security immer stärker zusammenwachsen und in sicherheitstechnischen Konzepten und Bewertungen nicht mehr getrennt werden können. Auch die zunehmende Integration von künstlicher Intelligenz in industrielle Devices fordert neuartige Prüf- und Zertifizierungsprozesse, um die umfängliche Sicherheit von cyberphysischen Systemen gewährleisten zu können. Um seine Kunden dabei aktiv begleiten zu können, betreibt TÜV AUSTRIA das S3 Lab im Technology und Innovation Center der TÜV AUSTRIA Group in Wien.

Das S³ Lab ist mit High-Tech Laboreinrichtung ausgestattet und bietet seinen Kunden Safety und Security Test-, Zertifizierungs- und Beratungsleistungen für den gesamten Lebenszyklus von cyberphysischen Systemen und Produkten.

Informationssicherheit in Industrieanlagen

Im Gegensatz zu den klassischen Informationssystemen der Enterprise-IT (IT) ist es bei Informationssystemen der Operational-IT (OT) eine große Herausforderung die klassischen Information Technology Infrastructure Library (ITIL) Prozesse wie Patch- und Incidentmanagement effizient umzusetzen. Gründe dafür sind die eingeschränkt vorhandenen Sicherheitsmechanismen der Industrie-Devices und regulatorische Vorgaben beziehungsweise Gewährleistungseinschränkungen durch den Hersteller. Daraus ergeben sich auch signifikante Risiken im Bereich der funktionalen Sicherheit der über die OT gesteuerten Anlagen.
TÜV AUSTRIA besitzt das Know How, die Sicherheitsanforderungen der IT, OT und der funktionalen Sicherheit zusammenzuführen und als integrierten Ansatz in ein Unternehmen einzubringen. Damit lassen sich durch systemübergreifende kompensierende Maßnahmen die unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen bezogen auf die Bedrohungen einheitlich umsetzen.

  • Informationssicherheit in Industriesystemen nach ISO 27000 und IEC 62443
  • Risikoanalysen von Industrial Automation and Control Systems (IACS) unter Berücksichtigung der IEC 62443-3-2
  • Unterstützung bei Design und Implementierung von risikobasierten Sicherheitskonzepten in der OT unter Berücksichtigung der dort notwendigen Anforderungen
  • Umsetzungsbegleitung und Überprüfung der operativen Wirksamkeit
  • Durchführung von Schwachstellenanalysen und Penetrationstests, Simulation/Nachstellen von Anlagenteilen auf Netzwerk/Deviceebene in einer definierten Testumgebung (S³-Lab)
  • Auditierung der vorhandenen IS-Schutzmaßnahmen (organisatorische Vorgaben, technische Umsetzung) bei IACS gemäß deren benötigten Security Level (SL) nach IEC 62443-3-3
  • Schulung/Überprüfung der Security Awareness der Mitarbeiter

Internet of Things (IoT) und Industrial Internet of Things (IIoT)

Das IIoT repräsentiert im Vergleich zum IoT die Produkte im industriellen Bereich. Der Begriff IoT wird zum Beispiel im Smart Home angewandt, um vernetzt betriebene Haushaltsgeräte zu bezeichnen.
Durch den Einsatz von IIoT in allen Bereichen der Industrie 4.0 wie zum Beispiel: Produktion, Logistik, Zugangskontrollen oder Gebäudesteuerungen und die daraus resultierende Vernetzung unterschiedlicher Systeme, werden große Mengen und vor allem sensible Daten erzeugt und verarbeitet. Diese Daten sind für Unternehmen eine wichtige Ressource und müssen entsprechend geschützt werden, auch um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können.
Neben der Zertifizierung von IIoT und IoT-Devices und den dadurch resultierenden Nachweisen, dass Hardware, Software und Applikationen entsprechend geltender Normen und Standards sicher gestaltet wurden, unterstützen die Experten des TÜV AUSTRIA mit ihrem Fachwissen auch bei Entwicklung von IoT und IIoT-Devices.

Prüfung und Zertifizierung von IoT und IIoT-Devices

In allen Phasen der Produktentwicklung (z.B. Planung, Konzeption und Umsetzung) von IoT und IIoT-Devices müssen IT-Sicherheitsaspekte miteinbezogen werden, um eine ganzheitliche Sicherheitsbetrachtung gewährleisten zu können. Hierzu hat der TÜV AUSTRIA Prüfkataloge entwickelt, die es erlauben, IoT und IIoT-Devices unabhängig und objektiv zu bewerten und abzusichern.

  • Prüfung von Cyber-Physischen Systemen
  • Detaillierte Untersuchung von Hard- und Software
  • Umsetzungsbegleitung von Sicherheitsmaßnahmen im Industrie- und Komsumgüterberiech
  • Prüfung von Datensicherheit und Datenschutz
  • Simulieren von Angriffsvektoren
  • Unterstützung bereits im IoT/IIoT Development-Zyklus sowie der Softwarearchitektur
  • Entwicklungsberatung
  • Site Certification Beratung
  • Produktsicherheitsberatung

Penetrationstests von Cyber Physical Systems, Embedded Systems, Software/ Applications/ Webservices und Durchführung von Awarenesse Kampagnen.

  • Überprüfung von Härtungsmaßnahmen bei Anlagenkonfigurationen
  • Webapplikationen und Mobile Apps: Durchführung von Penetrationstests gemäß OWASP Project Standards
  • Digitale Forensik für IoT/IIoT
  • Netzwerk und Betriebssystem: Feststellen von Sicherheitslücken durch gezielte Penetrationstests im IoT/IIoT Netzwerk
  • Social Engineering: Beurteilung der Security Awareness und Unterstützung, dass Mitarbeiter als "Human-Firewall" agieren
  • Risikobeurteilung von industriellen Netzwerken

IoT und IIoT Zertifizierung im Bereich Consumer, Industrie und Automotive.

  • Zertifizierung von Smart Devices und Industriekomponenten, sowie Embedded Systems und Sensorik
  • Testen von neuen Angriffsvektoren und Simulationsaufbauten im S³ Lab
  • Prüfung nach IEC 62443 für Entwicklungslebenszyklen, Komponenten und Systeme
  • Zertifizierung von Apps: Trusted Apps und Applikationen: Trusted Application
  • Zertifizierung von Cloud Services: Trusted Cloud Services

Ihr Nutzen:

  • Prüf- und Gütesiegel zur Nutzung für Marketing
  • Verbesserung Ihrer Marktchancen: Beleg gegenüber Ihren Kunden und Ihrer Geschäftsführung, dass ihr Device vertrauenswürdig und sicher ist

Physische und kognitive Assistenzsysteme

Kleine Losgrößen und schnellere Produktionszyklen führen zu höheren Informationsdichten und komplexeren Aufgaben und dadurch zu einer höheren Arbeitsbelastung und Stress für die MitarbeiterInnen. Mithilfe von Assistenzsystemen ist es möglich, die Belastungen durch schwere physische und komplexe kognitive Aufgaben für die MitarbeiterInnen zu reduzieren.
Dabei unterscheidet man zwischen physischen und kognitiven Arbeitssystemen. Ersteres beschäftigt sich unter anderem mit mechanischer oder motorischer Kraftunterstützung, personalisierten Arbeitsplätzen und kollaborativen Robotersystemen. Kognitive Arbeitssysteme hingegen bieten eine anwendungsgerechte und echtzeitnahe Bereitstellung von Informationen für die MitarbeiterInnen.
TÜV AUSTRIA unterstützt seine Kunden bei der sicheren Entwicklung, Implementierung und Einsatz von Assistenzsystemen in der Industrie 4.0.

Physische und kollaborative Assistenzsysteme

Als einer der Kernbereiche von physischen Assistenzsystemen, ist die kollaborative Robotik aus der Industrie 4.0 nicht mehr wegzudenken. Im kollaborativen Betrieb arbeiten Mitarbeiterinnen in unmittelbarer Nähe zu und Hand in Hand mit diversen Robotersystemen. Unter Berücksichtigung der Vorgaben aus der ISO/TS 15066, ist ein physischer Kontakt zwischen Mensch und Roboter möglich, wodurch der Einsatz von Schutzzäunen teilweise obsolet wird.  

  • Ergonomische Eignung der Systeme für den Menschen, basierend auf Normen / Richtlinien
  • Überprüfung der Funktionalen Sicherheit (SIL/PL) und Cyber-Security von kollaborativen Robotiksystemen
  • Prüfung und Moderation von Risikobeurteilungen nach bspw. EN ISO 12100
  • Beurteilung der biomechanischen Grenzwerte nach ISO/TS 15066:2016
  • Prüfung von IACS (elektrische, elektronische, elektronisch-programmierbare Systeme)
  • CE-Konformitätsbewertung /-Überprüfungen
  • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
  • Elektrische Prüfungen
  • Arbeitsplatzevaluierung
  • Prüfungen von Umbauten und Verkettungen von Maschinen und Robotern
  • Sichere Datenvernetzung / -übertragung innerhalb der Anlage
  • Wiederkehrende Inspektionsleistungen & Maschinenabnahmen

TÜV AUSTRIA als Akkreditierte & Notifizierte Prüfstelle (0408)

  • Notifizierte Prüfstelle für die 2006/42/EG Maschinenrichtlinie
  • Notifizierte Prüfstelle für die EMV-Richtlinie 2014/30/EU
  • EG-Baumusterprüfungen gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • CE-Konformitätsuntersuchungen gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • Prüfung der Anforderungen nach nationalen und internationalen Standards
  • Projektbegleitung von der Konzeption bis zur Marktreife
  • Ermittlung technischer Leistungsparameter (Geschwindigkeiten, Nachlaufwege/-zeiten, Leistung, Abwärme)
  • Beratung zur sicheren Entwicklung von Cyber-Security Funktionalitäten

Eruieren von Ausfallwahrscheinlichkeiten für Maschinen und Komponenten in Form von SIL bzw. Performance Level.

  • Ermittlung und Verifizierung/Validierung von SIL und PL
  • Ermittlung von sicherheitsgerichteten Kennwerten (B10, MTTF, uvm.)
  • Zuverlässigkeit Sensorik – Steuerung – Aktorik
  • Risikoanalysen
  • Loop Check
  • Prüfung von Software und Hardware (Chip und Steuerung) mit und ohne Sensoren und Aktoren

Blue Danube Robotics

Der sichere Kollisionssensor AIRSKIN© ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter. Statt eines Schutzzaunes umhüllt eine weiche Haut die Maschine und ermöglicht so den sicheren kollaborativen Einsatz von industriellen Robotern.

AIRSKIN© ist von TÜV AUSTRIA im höchsten Sicherheitslevel zertifiziert.

Link zum Video

 

DFT Maschinenbau

Zur Entlastung im Bereich der Wirbelsäule für den Mitarbeiter, wurde für das Ablegen und Andienen eines Bauteils ein kollaborativer Roboter eingesetzt. Die Berührung zwischen Mensch und Roboter wurde mit einer neu entwickelten Sensorik erkannt und nach festgelegten Kräfteverlauf gestoppt.

TÜV AUSTRIA wurde vom Systemintegrator DFT Maschinenbau mit der sicherheitstechnischen Begleitung einer MRK Applikation bei einem Maschinenbauunternehmen beauftragt.

Link zum Video

Kognitive und digitale Assistenzsysteme

Der Einsatz von kognitiven Assistenzsystemen, wie zum Beispiel Datenbrillen oder Tablets, hängt in erster Linie von der Ergonomie und Funktionalität ab. Dabei sind die beiden Faktoren funktionale Sicherheit und Cyber-Security für den Einsatz von kognitiven Assistenzsystemen unabdingbar. Ob Greenfield oder Brownfield, der TÜV AUSTRIA bietet die passenden Werkzeuge und Verfahren an, um eine sichere Inbetriebnahme zu gewährleisten.

  • Funktionale und ergonomische Eignung der Systeme
  • Notifizierte Prüfstelle für die EMV-Richtlinie 2014/30/EU
  • CE-Konformitätsuntersuchungen
  • Sichere Integration in das bestehende ERP/MES System
  • Sichere Softwareentwicklung und Patchmanagement
  • Unterstützung bei Planungs- und Entwicklungsprozessen im Bereich: Softwarearchitektur, Authentifizierung, Autorisierung, Kryptographie, API, uvm.
  • Penetrationstests und Analyse der Infrastruktur vor der Implementierung
  • Konzeptionelle Sicherheitsbewertungen
  • Forensische Sicherheitsanforderungen
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