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Druckgeräte

Druckgeräte

Druckgeräte, Dampfkessel, Kessel, Rohrleitungen, Behälter

Industry

Unter Druck stehende Behälter, Dampfkessel, Kessel und Rohrleitungen stellen ein großes Gefahrenpotential dar. Gefragt ist nicht nur Kompetenz auf allen Gebieten des Kessel-, Dampfkessel- und Behälterbaus, der Gas-, Druck- und Feuerungstechnik sowie der Werkstoff- und Schweißtechnik, sondern auch Know-how beim Transport von Gasen, Dämpfen und brennbaren Flüssigkeiten.

Nationale und internationale Akkreditierungen des TÜV AUSTRIA sind Garant für eine optimale Betreuung unserer Kunden im Bereich Druckgeräte, Dampfkessel, Rohrleitungen und Behälter.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass folgende Prüfungen an Dampfkessel, Druckbehälter, Rohrleitungen und Versandbehälter von einer "Erstprüfstelle" und einer "Kesselprüfstelle" wie den TÜV AUSTRIA durchgeführt werden.

Erstprüfstelle und Kesselprüfstelle: Druck verlangt Vorsorge

Die Sicherheit und Betriebsbereitschaft von unter Druck stehenden Geräten wie

  • Dampfkessel
  • Druckbehälter
  • Versandbehälter
  • Rohrleitungen

waren schon immer ein wichtiges Anliegen von Öffentlichkeit und Industrie. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass folgende Prüfungen von einer "Erstprüfstelle" und einer "Kesselprüfstelle"(Verzweigung zu "Berechtigungen des TÜV AUSTRIA") durchgeführt werden.

Baumusterprüfungen

Baumusterprüfungen insbesondere an "einfachen Druckbehältern" nach EG-Richtlinie 87/404/EWG in der geltenden Fassung. Durch Baumusterprüfungen wird die Eignung eines seriengefertigten Druckbehälters für die Betriebsparameter nachgewiesen. Derzeit findet das Verfahren insbesondere bei den sogenannten "Einfachen Druckbehältern" nach der EG-Richtlinie 87/404/EWG Anwendung.

Bauprüfungen

Unter Bauprüfung versteht man die Prüfung, ob ein Druckgerät nach den vorgeprüften Zeichnungen ausgeführt ist. Sie umfasst eine äußere und innere Besichtigung, die zerstörungsfreie Prüfung, eine Maßkontrolle und eine Prüfung der Dokumentation, insbesondere über die verwendeten Werkstoffe.

Dichtheitsprpüfungen

Bei Druckgeräten für giftige, ätzende und brennbare Stoffe muss vor Inbetriebnahme des Druckgerätes nach Prüfmaßnahmen die Dichtheit des fertig ausgerüsteten Druckgerätes durch eine Dichtheitsprüfung mit Betriebsmedium oder einem anderen gasförmigen Medium mit höchstens dem 1,1-fachen festgesetzten höchsten Betriebsdruck nachgewiesen werden.

Herstellerzulassungen

Hersteller von Druckgeräten für Österreich müssen über eine Zulassung nach § 14 des Kesselgesetzes verfügen, die auf der ÖNORM M7812 Teil 1 oder der ÖNORM EN 729 basiert sowie auf der Bewertung der qualitätssichernden Maßnahmen, zugeschnitten auf den Druckgerätebau.

Prüfungen nach Reparaturen und Änderungen

Reparaturen und Änderungen sind ein schwerwiegender Eingriff in ein Druckgerät. Daher sind die gleichen Vorgangsweisen wie bei neuen Druckgeräten anzuwenden. Viele Unfälle mit Druckgeräten sind auf unsachgemäße Reparaturen und Änderungen zurückzuführen.

Prüfung nach Arbeitsproben

Die Qualität von bereits ausgeführten Schweißverbindungen kann durch zusammen mit dem Bauteil geschweißten Arbeitsproben sinnvoll nachgewiesen werden. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen können in unserem Institut für Werkstoff- und Schweißtechnik durchgeführt werden.

Rechnerische Vorprüfungen, Entwurfsprüfung

Für die Fertigung von abnahmepflichtigen Druckgeräten für Österreich ist eine rechnerische Vorprüfung durch eine österreichische Erstprüfstelle erforderlich. Der TÜV AUSTRIA ist als solche akkreditiert.

Die rechnerische Vorprüfung umfasst eine Prüfung der konstruktiven Ausführung, der vorgesehenen Werkstoffe und Schweißzusatzwerkstoffe, der Fertigungs- und Prüfpläne und der vorgesehenen Wanddicken.

In der Reihe TÜV AUSTRIA faces erklärt Dipl.-Ing. Martin TESCH, Leiter der Entwurfsprüfung, wie Apparate (Wärmetauscher, Druckbehälter auf Tankstellen, Komponenten einer Raffinerie...) und Rohrleitungen, die unter Innendruck stehen bzw. von Innendruck belastet werden, im Auftrag von Druckgeräteherstellern geprüft werden.

Schweißprüfungen

Schweißer, die an Druckgeräten schweißen, müssen ein gültiges Schweißerzeugnis nach ÖNORM EN 287 besitzen. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen können in unserem Institut für Werkstoff- und Schweißtechnik durchgeführt werden.

Verfahrensprüfungen

Für Schweißverfahren, die für Druckgeräte angewendet werden, muss eine gültige Schweißverfahrensprüfung nach ÖNORM EN 288 Teil 1 und 2 oder 3 vorliegen. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen können in unserem Institut für Werkstoff- und Schweißtechnik durchgeführt werden.

Zerstörungsfreie Prüfung

Das Personal der Erstprüfstelle des TÜV AUSTRIA verfügt über weitreichende Qualifikationen für die Verfahren

  • VT - Visuelle Prüfung
  • PT - Eindringprüfung
  • MT - Magnetpulverprüfung
  • UT - Ultraschallprüfung
  • RT - Durchstrahlungsprüfung

Zusätzlich stehen das Personal und die Einrichtungen unseres Institutes für Werkstoffprüfung und Schweißtechnik zur Verfügung. Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen können in unserem Institut für Werkstoff- und Schweißtechnik durchgeführt werden.

Zulassung von Materialherstellern

Die Qualifikation der Hersteller von Materialien für Druckgeräte und der Nachweis dieser Qualifikation ist eine Forderung der derzeit in Österreich verbreitet angewendeten AD-Merkblätter sowie ein wichtiges Verkaufsargument von Materialherstellern.

Äußere Untersuchungen

Die äußere Untersuchung ist eine Feststellung des äußeren Zustandes eines Druckgerätes und seiner Ausrüstung, in der Regel am in Betrieb befindlichen Druckgerät, soweit erforderlich, ergänzt durch andere Prüfmaßnahmen (z.B. bei erdverlegten Druckgeräten).

Begutachtung von Schadensfällen

Für den Betreiber von Druckgeräten ist es nach Auftreten von Schadensfällen von großer Bedeutung die Schadensursache genau zu kennen, um für die Zukunft Lehren daraus ziehen zu können. Der TÜV AUSTRIA verfügt über große Erfahrung auf diesem Gebiet.

Betriebsprüfung

Druckgeräte dürfen nach Vorliegen der Bescheinigung/Konformitätserklärung probeweise, nach Durchführung der "ersten Betriebsprüfung" endgültig in Betrieb genommen werden. Dabei sind das rechtmäßige Inverkehrbringen, der äußere Zustand, die Art und Funktion der Ausrüstung und die Aufstellung zu überprüfen. Eine neuerliche Betriebsprüfung wird erforderlich, wenn Neuaufstellung eines gebrauchten Druckgerätes erfolgt oder ein solches länger als ein Jahr außer Betrieb war.

Betriebswärterprüfungen

Die Wartung von Dampfkesseln Dampfturbinen Dampfmaschinen und Dampfmotoren Gasturbinen Gas, Otto und Dieselmotoren ist mit dem Dampfkesselbetriebsgesetz - DKBG, BGBl. 212/92 geregelt, nähere Bestimmungen enthält die zugehörige Verordnung -DKBV, BGBl. 735/93. Betriebswärterprüfungen werden von den als Prüfungskommissare bestellen Kesselprüfern der Kesselprüfstelle des TÜV AUSTRIA abgenommen.

Dichtheitsprüfungen

Bei Druckgeräten für giftige, ätzende und brennbare Stoffe muß vor Inbetriebnahme des Druckgerätes nach Prüfmaßnahmen die Dichtheit des fertig ausgerüsteten Druckgerätes durch eine Dichtheitsprüfung mit Betriebsmedium oder einem anderen gasförmigen Medium mit höchstens dem 1,1-fachen festgesetzten höchsten Betriebsdruck nachgewiesen werden.

Druckprüfungen

Durch eine Druckprüfung des Druckgerätes wird die Integrität und die Dichtheit des Druckgerätes gegenüber einem Prüfdruck nachgewiesen, der höher als der Konzessionsdruck ist.

Innere Untersuchungen

Die innere Untersuchung dient zur Feststellung des inneren Zustandes eines Druckgerätes, soweit erforderlich ergänzt durch andere Prüfmaßnahmen.

Die ÖNORM EN 15085 ist eine europäische Norm, die Anforderungen für das Schweißen von Schienenfahrzeugen und –fahrzeugteilen und den damit verbundenen Qualitätskriterien und der Zertifizierung von Schweißbetrieben regelt.

Wir, die TÜV AUSTRIA SERVICES GMBH, sind seit 2012 für die Zertifizierung von Herstellerbetrieben nach ÖNORM EN 15085 durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend akkreditiert.

Große Vorteile für den Kunden: TÜV AUSTRIA-Zertifizierung nach ÖNÖRM EN 15085

Wir arbeiten aktiv im Europäischen Komitee für das Schweißen von Schienenfahrzeugen, dem ECWRV, mit und haben dadurch die Berechtigung, die von uns zertifizierten Firmen im Online-Register www.en15085.net einzutragen.

Dies ermöglicht unseren Kunden einen großen Wettbewerbsvorteil, da von vielen Auftraggebern nur Hersteller beauftragt werden, die in diesem Online-Register geführt sind.

Berechtigung für Zulassung nach DIN 27201-6

TÜV AUSTRIA ist außerdem auch vom Eisenbahnbundesamt in Deutschland (EBA) und von der Deutschen Bahn (DB AG) für die Zulassung von Reparaturbetrieben nach der DIN 27201-6 berechtigt.

Um ein einheitlich hohes Sicherheitsniveau für Erdgastankstellen belegen zu können, hat der TÜV AUSTRIA einen Anforderungskatalog für Inspektion und Überwachung entwickelt, basierend einerseits auf technischen Erfahrungen und andererseits auf den oben genannten gesetzlichen Vorgaben.

Der TÜV AUSTRIA bietet dazu auch die entsprechenden Überprüfungen an. Bei positivem Prüfergebnis wird das Zertifikat „TÜV AUSTRIA SERVICES GMBH Geprüfte Erdgastankstelle“ erteilt.

Dieser Anforderungskatalog ermöglicht es Errichtern und Betreibern von Erdgastankstellen, schon vorab die benötigte technische Dokumentation entsprechend den Erfordernissen eines behördlichen Genehmigungsverfahrens zusammenzustellen.

Vorschrift/Technische Regel

Durchzuführende Prüfung 

DGVO
Druckgeräteverordnung

  • Baugruppenbewertung von Druckgeräten nach der DGVO
  • Überprüfung der MSR-Schutzeinrichtungen auf Übereinstimmung mit SIL-Anforderungen basierend auf einer vorhandenen Risikoanalyse soweit erforderlich

MSV
Maschinensicherheitsverordnung

  • Stichprobenüberprüfung der MessSteuerRegel Schutzfunktionen
  • Stichprobenüberprüfung der Herstellervorgaben Prüfgrundlage

ExSV 1996
Explosionsschutzverordnung

  • Überprüfung des EX-Zonenplans auf Plausibilität
  • Überprüfung elektrischer Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen
  • Verwendung nicht-elektrischer Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen

NSpGV
Niederspannungsgeräteverordnung

  • Inspektion der vorhandenen elektrischen Niederspannungskomponenten

EMVV
EMV-Verordnung

  • Überprüfung der elektromagnetischer Beeinflussung, Übereinstimmung der Anlage mit Herstellervorgaben
ÖVGW G97 (national gültige Vorschriften im Bereich Gas)
  • Prüfung der „Gesamt-Bedienungsanleitung“ auf „Vollständigkeit“ und „Brauchbarkeit“
  • Hersteller-Zertifizierung nach EN 15085-2 (Bahnanwendungen)
  • Rohrleitungen: Analyse und Optimierung
  • Entwurf, Prüfung von Flanschverbindungen
  • Finite Elemente (FEA)
  • Komponententechnik
  • Prüfung und Instandhaltung von Armaturen
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