Solution: Informationssicherheits-Zertifizierung | ISO 27001

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Informationen

Die rasch voranschreitende digitale Transformation birgt gerade im Informationstechnologie-Bereich Chancen wie auch Risiken. Zu den Risiken zählen akute Bedrohungen wie Hackerangriffe, weltweite Virusattacken, unvorhersehbarer Datenverlust oder der generelle Missbrauch von vertraulichen Informationen, die eine wichtige Geschäftsgrundlage bilden. Diese Szenarien können zu einer ernsten Bedrohung für betriebliche IT-Prozesse werden und schlimmstenfalls sogar den gesamten Geschäftsbetrieb lahmlegen. ISO 27001 (Factsheet), der international einzige Standard für Informationssicherheit, trägt durch einen systematischen und strukturierten Ansatz dazu bei, diese Risiken gezielt zu erkennen und zu minimieren.

Der Standard erlaubt es Unternehmen und Organisation jeglicher Größe und Branche Informationssicherheit zu implementieren und laufend zu evaluieren.

Die Voraussetzung dafür ist ein dokumentiertes und in der Organisation integriertes bzw. gelebtes Informationssicherheitsmanagementsystem. Die ISO 27001 berücksichtigt verstärkt den Bereich des Risikomanagements. Auf Basis der Risikobewertung (auch Risikoanalyse genannt) kommt die “Anwendung der Sicherheitskontrollen” aus Anhang A (14 Abschnitte) der Norm zu Tragen, um jedes nicht annehmbare Risiko zu entschärfen.

Das Zertifikat (siehe Musterzertifikat) besitzt eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren und darf entsprechend der Zertifizierordnung zu Werbezwecken verwendet werden. Das Zertifizierungslogo kann beispielsweise auf Briefpapier, der Website (jeweils in Zusammenhang mit der Organisation) verwendet werden. Die jeweils geplante Verwendung muss aus rechtlichen Gründen durch die Zertifizierungsstelle freigegeben bzw. bestätigt werden.

Vorteile

  • Durch eine Zertifizierung nach ISO 27001 erhöhen Sie die Datensicherheit in Ihrem Unternehmen. Der Standard trägt aktiv dazu bei, Ihre vertraulichen Daten vor missbräuchlichen Zugriffen, Datenverlust oder Hackerangriffen zu schützen. Ebenso ist die schnelle Wiederherstellung nach dieser Art von Angriffen gewährleistet.
  • Das strukturierte und weltweit anerkannte Informationssicherheits-Managementsystem hilft dabei, bevorstehende Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und systematisch zu reduzieren.
  • Mit ISO 27001 werden Sie externen Anforderungen (z.B. operationelle Risiken unter Basel II) gerecht. Das Informationssicherheits-Managementsystem berücksichtigt dabei die drei IT-Schutzziele von Informationen: Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität.
  • Durch eine Zertifizierung wird laufend die betriebliche IST-Situation analysiert und kann bei Bedarf jederzeit optimiert und an die SOLL-Situation angepasst werden. Dies führt zu einer kontinuierlichen Verbesserung der internen Abläufe.
  • Der ganzheitliche Ansatz des Managementsystems sorgt dafür, dass die Norm in der Praxis gelebt und leicht in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Die Verantwortung des Managements wird ebenso eingefordert wie regelmäßige Trainings und interne Audits.

Ablauf ISO 27001-Zertifizierung

Ein Zertifizierungsprozess dauert in der Regel zwischen drei und fünf Wochen. Den genauen Aufwand, sowie Dauer und Kosten legen wir mit Ihnen gemeinsam vor dem Zertifizierungsprozess fest.

1. Informationsgespräch
Bei einem unverbindlichen und kostenlosen Gespräch informieren wir Sie über die Vorgehensweise zur Erlangung Ihres Zertifikats. Weiters werden u.a. folgende Punkte geklärt:

  • Grundsätzliche Voraussetzungen für eine Zertifizierung
  • Ziele und Nutzen der Zertifizierung
  • Abgleich der Unternehmensdaten und Festlegung des Geltungsbereiches der Zertifizierung
  • Besprechung Ihrer spezifischen Anforderungen und Wünsche
  • Festlegung der nächsten erforderlichen Schritte in Richtung Zertifizierung

Auf Basis dieses Informationsgesprächs erhalten Sie ein individuelles und auf Ihre Organisation maßgeschneidertes Angebot.

2. Beauftragung
Sind Sie mit dem gestellten Angebot zufrieden, wird die Zertifizierungsstelle beauftragt. Nachdem Sie eine Auftragsbestätigung erhalten haben, beginnt der Zertifizierungsprozess mit einer gemeinsamen terminlichen Abstimmung mit dem/der verantwortlichen Auditor_in.

3. Voraudit (optional)
Auf Wunsch kann ein Voraudit durchgeführt werden. Anhand eines gemeinsam definierten Rahmens werden entweder spezielle Bereiche bzw. Prozesse oder die Gesamtsituation Ihrer Organisation auditiert. Dabei werden etwaige Schwachstellen in der Dokumentation und der Implementierung des Systems aufgezeigt. Ein Voraudit kann Ihnen auf Wunsch einen Statusbericht in Bezug auf die grundsätzliche Zertifizierungsfähigkeit, eine Detailexpertise zu einzelnen Prozessen oder der Konformität zu einzelnen Forderungspunkten der jeweiligen Norm geben. Die Auditmethodik entspricht dabei jener des Zertifizierungsaudits.

4. Zertifizierungsaudit Stufe 1
Das Stufe-1-Audit dient zur Feststellung Ihrer Zertifizierungsfähigkeit. Standortspezifische Bedingungen werden beurteilt und notwendige Informationen bezüglich des Geltungsbereichs gesammelt. Folgende Hauptpunkte werden vorwiegend in der Auditstufe 1 behandelt:

  • Prüfung der Dokumentation auf Konformität und Vollständigkeit im Abgleich mit den jeweiligen Normanforderungen.
  • Status der Implementierung des Managementsystems im Unternehmen: Lässt das vorhandene Management sowie der Implementierungsgrad des Managementsystems in der Organisation grundsätzlich eine Zertifizierung zu oder fehlen noch entscheidende Details?

Vor Durchführung der Auditstufe 2 wird mit dem erlangten Wissen zu Ihrer Organisation und dem Managementsystem eine Auditplanung für das eigentliche Zertifizierungsaudit erstellt und mit Ihnen abgestimmt.

5. Zertifizierungsaudit Stufe 2
Im Rahmen der Stufe 2 wird in Ihrem Unternehmen die Wirksamkeit des eingeführten Managementsystems überprüft. Dabei werden in Abteilungen bzw. Organisationseinheiten und entlang der Prozessketten Stichproben zu allen Anforderungen gezogen.
Grundlagen der Auditierung sind:

  • Auditplanung
  • die jeweilige Zertifizierungsnorm bzw. darin festgelegte einzelne Normforderungen
  • organisationsspezifische Dokumente
  • allgemeine und branchenspezifische Grundlagen (Gesetze, weiterführende, branchenspezifische, erforderliche Normierungen,..)

Nach Auswertung und Bewertung der Ergebnisse werden Ihnen im Rahmen des Abschlussgesprächs bereits das Auditergebnis sowie eventuelle Mängel bzw. Abweichungen mitgeteilt. Bei Abweichungen werden Korrekturmaßnahmen festgelegt.

6. TÜV AUSTRIA-Zertifikat
Die tatsächliche Zertifizierung wird nach erfolgter erfolgreicher Auditierung und Berichtslegung auf Basis des Auditberichtes durch die Zertifizierungsstelle des TÜV AUSTRIA ausgesprochen. Das Zertifikat wird ausgestellt, sofern die folgenden Zertifizierungsvoraussetzungen erfüllt sind:

  • Dokumentation und Implementierung des Managementsystems
  • Zertifizierungsübereinkommen (Bestätigung des Zertifizierungsangebots, der Zertifizierordnung und der AGB)
  • positiv absolviertes Audit und damit eine entsprechende Empfehlung Ihres Auditteams an die Zertifizierungsstelle

Ein Zertifikat wird für eine Laufzeit von drei Jahren ausgestellt. Um die Gültigkeit des Zertifikates über die gesamte Laufzeit aufrecht zu erhalten, ist die jährliche Durchführung bzw. der jeweils positive Abschluss eines Überwachungsaudits (12 Monate und 24 Monate nach Ausstellung des Zertifikates) erforderlich.

7. Überwachungsaudits
Beim jährlich durchzuführenden Überwachungsaudit werden die Wirksamkeit und die Weiterentwicklung des Managementsystems stichprobenartig überprüft. Überwachungsaudits sind in Bezug auf den Auditumfang kürzer und umfassen einerseits von Akkreditierern vorgegebene Themen, im Auditplan genannte Schwerpunkte und gehen auf die Mängel des letzten Audits ein.

8. Re-Zertifizierungsaudit
Dieses muss vor Ablauf der Gültigkeit des Zertifikats (i. d. Regel nach drei Jahren) durchgeführt werden. In einem Re-Zertifizierungsaudit (oft auch Wiederholungsaudits genannt) werden wie bei einem Zertifizierungsaudits alle Forderungspunkte stichprobenartig überprüft. Der Aufwand dieses wiederholenden Zertifizierungsverfahrens ist gegenüber einem Erstzertifizierungsverfahren verkürzt (ca. 2/3 der Auditzeit eines Erstzertifizierungsverfahrens).

Nach positiver Zertifizierungsentscheidung wird erneut ein Zertifikat mit einer Gültigkeit von drei Jahren ausgestellt.

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