TÜV AUSTRIA und die Universität Bologna haben ihre gemeinsame PhD‑Forschungskooperation im Bereich Structural Health Monitoring erfolgreich abgeschlossen und neue Erkenntnisse sowie methodische Fortschritte erzielt, die die Sicherheit und Zuverlässigkeit kritischer Infrastruktur weiter erhöhen.
Wien/Bologna, 5. Februar 2026 – In den vergangenen drei Jahren konzentrierte sich die Zusammenarbeit zwischen TÜV AUSTRIA und dem Advanced Research Center on Electronic Systems (ARCES) der Universität Bologna auf die Entwicklung innovativer Monitoring- und Prüfmethoden, die wissenschaftliche Exzellenz mit praktischer Anwendung verbinden.
Das Forschungsprogramm umfasste drei komplementäre PhD‑Projekte, die jeweils eine zentrale Fragestellung des Structural Health Monitoring adressierten. Das erste Projekt untersuchte die Requalifizierung von Verbund-Druckgeräten und entwickelte ein spezifisches Prüf- und Requalifizierungsschema für Typ‑IV‑Verbundzylinder. Ein zweiter Forschungsstrang führte eine neuartige, schwingungsbasierte Methodik zur Detektion und Lokalisierung struktureller Schäden an Brücken ein und leistete damit einen Beitrag zu zuverlässigeren Zustandsbewertungen im Bereich der zivilen Infrastruktur. Das dritte Projekt widmete sich dem Korrosionsmonitoring in metallischen Druckgeräten und zeigte, wie aktive Korrosionsprozesse mittels Schallemission ohne externe Anregung identifiziert werden können.

Sitzend (v.l.n.r.): Mohammad Abdullah Siddiqui, Camilla Bahia Larocca, Stefano Taccetti, Sina Zolfagharysaravi, Alessandro Marzani
Ein zentraler Erfolgsfaktor dieser Kooperation war der enge und kontinuierliche Austausch zwischen den akademischen Forschungsteams und den eingebundenen Fachexpert:innen. Die PhD‑Kandidat:innen arbeiteten in strukturierten Review‑Schleifen, gemeinsamen Workshops und praxisnahen Testkampagnen mit Spezialist:innen von TÜV AUSTRIA, TÜV AUSTRIA ITALIA und SINT Technology zusammen. So konnten Herausforderungen rasch adressiert und methodische Ansätze in Echtzeit verfeinert werden. Diese enge Verzahnung von Forschung und Praxis ermöglichte Lösungen, die die Betriebssicherheit erhöhen und datenbasierte Zustandsanalyse für komplexe Strukturen ermöglichen.
Die erzielten Ergebnisse stärken die führende Position von TÜV AUSTRIA im Bereich der zustandsbasierten Prüfung und des Monitorings. Der erfolgreiche Abschluss unterstreicht den Wert internationaler Zusammenarbeit für technologische Weiterentwicklung. Die Alma Mater Studiorum – Università di Bologna und TÜV AUSTRIA haben damit einen Maßstab für kooperative Innovation gesetzt und gezeigt, wie gemeinsame Forschungsarbeit die Zukunft struktureller Sicherheit mitgestaltet.
Rückfragehinweis
TÜV AUSTRIA Group
Dipl.-Ing. Christoph Schwald
Executive Vice President Research, Development & Innovation
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