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Referenzen

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Ob Sie ein Industrieunternehmen oder ein Start-Up sind, TÜV AUSTRIA ist Ihr richtiger Partner für alle Fragen rund um Sicherheit und Qualität. In Österreich und aller Welt.

Es vergeht kein Tag, an dem das Wirtschaftswunder China nicht für Schlagzeilen sorgt. Produkte
„made in China“ haben Eingang in jeden Haushalt der westlichen Hemisphäre gefunden – vom Mobiltelefon bis zum Kochtopf. Unser hoher Konsumstandard wäre ohne die unschlagbar preisgünstigen Produkte aus China nicht zu halten.

China ist unumstrittener Weltmarktführer in der Massenproduktion von Spielzeug, Bekleidung,
Elektronik u.a. Aber die Werkbank der Welt mischt auch immer mehr im Anlagenbau mit. Maschinen und Anlagen, die über einen hohen Anteil an manuellen Herstellungsprozessen verfügen, sind für eine Herstellung im Niedriglohnland China prädestiniert. Besonders Abhitzekessel in Kraftwerken, die aus hunderttausenden manuell gefertigten Schweißnähten bestehen, werden in zunehmendem Ausmaß in China gefertigt.

Diese globale Entwicklung fand ihren Niederschlag bei der Herstellung des Abhitzekessels für das derzeit entstehende Gasdampfkraftwerk in Mellach bei Graz. Die vormalige AE&E CZ s.r.o., die als Unterlieferant des Generalunternehmers den Abhitzekessel zu fertigen hatte, entschloss sich, die Produktion in ihrem Herstellerwerk in Nanjing in China durchzuführen. Damit die hohen Anforderungen der EU Druckgeräterichtlinie 97/23/EG (in Österreich umgesetzt durch die Druckgeräteverordnung BGBl. 426/1999) sowie die vertraglich festgelegten, hohen Qualitätsansprüche eingehalten werden, wurde der TÜV AUSTRIA vom Kraftwerkbesteller als Bauüberwacher und vom Kesselhersteller AE&E CZ s.r.o. als Notified Body (Benannte Stelle CE 0408 für die Ausstellung des CE Zertifikates) beauftragt, vor Ort den Produktionsablauf qualitativ zu begleiten.

Ein Jahr lang überwachten Dipl.-Ing. Leopold Kortisch sowie temporär Dipl.-Ing. Thomas Seidl, Ing. Robert Kroupa, Dipl.-Ing. Harald Macho und Dipl.-Ing. Leonhard Penz die Herstellung der Modulfertigung des Abhitzekessels in den chinesischen Produktionsstätten in Nanjing (ca. 300 km westlich von Shanghai) und in Jingjiang (ca. 150 km nordwestlich von Shanghai), beide in der Provinz Jiangsu.

Das Anfang 2012 in Vollbetrieb gehende Gasdampfkraftwerk Mellach wird mit seinen zwei Abhitzekesseln mit einer Leistung von 2x 416 MW das leistungsstärkste thermische Kraftwerk Österreichs sein. Der durch das Abgas der Gasturbine beheizte Abhitzekessel besteht aus sechs hintereinandergeschalteten Wärmetauscherbündel, von denen jeweils drei nebeneinander angeordnet sind. Insgesamt sollten bei zwei Kesseln 36 dieser Bündel in Modulbauweise in China gefertigt werden. Die Module wurden mit den gängigen Kesselbauwerkstoffen hergestellt und werden je nach Anwendung (Economizer, Verdampfer, Überhitzer) in drei verschiedenen Druckstufen betrieben.

Schnelle Verbesserungsprozesse
Das chinesische Qualitätsbewusstsein war in den chinesischen Produktionsstätten von einer starken Steigerung während dieser Kesselmodulfertigung geprägt. Der Bauüberwacher und Notified Body Inspektor des TÜV AUSTRIA hatte Gelegenheit, schon vor Beginn der Fertigung in den Prefabrication-Meetings Einfluss nehmend mitzuwirken. Dies führte von Anfang an zu einer ganzheitlichen Zusammenarbeit mit den chinesischen Arbeitern und Verantwortungsträgern. Obwohl viele Schweißer gültige Zulassungsprüfungen nach EN 287 besaßen, wurde vertragsgemäß jedem Schweißer eine individuelle Handfertigkeitsprüfung abverlangt. Dabei wurde in einer eigens eingerichteten Trainingsstätte das bei dieser speziellen Kesselkonstruktion notwendige Schweißen auf kleinstem Raum geübt. Erst nach positiver Auswertung der Röntgenprüfung der Testschweißnähte wurde der Schweißer zum Projekt zugelassen.

Die chinesische Arbeitsmentalität ist von einem ständigen Wissenshunger begleitet. Auch noch so detaillierte Verbesserungsaufforderungen wurden stets dankend angenommen, aber leider nicht immer mit dem notwendigen Grad an Bemühungen umgesetzt. Da es bei diesem Projekt galt, zigtausende Schweißnähte zerstörungsfrei zu prüfen, bedurfte es oft je nach Fertigungsgrad sehr langer Arbeitstage des Notified Body Inspektors, um den Produktionsfortschritt nicht zu verzögern.

Überzeugungskraft
Es verlangte mitunter ein besonders hohes Maß an Objektivität und Standfestigkeit, wenn es darum ging, dem in ständiger Zeitnot befindlichen Hersteller Schweißnahtreparaturen abzuverlangen. Der größte
Erfolg dabei war, trotz aller Gegensätze mit den Herstellern auf einer gemeinsamen Basis des freundschaftlichen und respektvollen Umgangs nach Arbeitsende das eine oder andere Abendessen gemeinsam einzunehmen. In China fragt man nicht, wie es einem geht, sondern erkundigt sich, ob man schon etwas gegessen hat. Damit definiert sich das höchste Maß an Gastfreundlichkeit.

Suche nach Ansprechpartnern
Schwierig gestaltete sich stets die Recherche, welcher Chinese für welche Aufgabe die Verantwortung besitzt. Die in Europa stets klar zu identifizierenden Entscheidungsträger verhalten sich in China oftmals gerne sehr unauffällig, zumal sehr viele Weichenstellungen hinter verschlossenen Türen gefällt werden. Es zeigte sich aber schon sehr bald, dass der am ehesten zum Ziel führende Weg die gegenseitige ehrliche Wertschätzung ist. Hier ist besonders auf europäischer Seite eine nahezu unendliche Geduld gefordert, da man oft lange nicht weiß, ob Verzögerungen im Projekt aufgrund qualitativer Rückstände bewusst oder unbewusst vorliegen oder gar aus strategischen Gründen. Der Herstellerbetrieb hatte stets mehrere Großprojekte gleichzeitig fertig zu stellen, was manchmal dazu führte, dass Arbeitskapazitäten zwischen den Auftragsblöcken hinund hergeschoben wurden. Der Termindruck war deshalb allgegenwärtig. Die finale Abnahme galt als vertragliche  Voraussetzung für die Verschiffung der jeweiligen Module. Dies geschah häufig unter Anwesenheit der österreichischen Parteienvertreter, die dazu oft in Delegationsform nach China reisten mussten. Chinesen bevorzugen die persönliche Form des Geschäftsabschlusses, selbst wenn dies eine Reise um den halben Globus bedeutet. Das Reich der Mitte ist aber immer eine Reise wert.

Wirtschaftsmacht China

Wirtschaftsexperten in der ganzen Welt sind sich einig, dass – wenn das wirtschaftliche Wachstum Chinas anhält wie bisher – China die USA als Wirtschaftsmacht Nr. 1 in absehbarer Zeit ablösen wird. Das kommunistische Einparteiensystem Chinas unterscheidet sich von anderen und früher politisch kommunistisch ausgerichteten Gesellschaften aufgrund seines offensiven Auftrittes in der Weltwirtschaft. China behauptet sich strategisch in rohstoffliefernden Ländern und investiert seine Überschüsse in ausländische Währungen. China widersetzt sich weiterhin dem Druck der großen Wirtschaftsnationen seine Währung entsprechend seinem Bruttoinlandsprodukt aufzuwerten. Damit nützt China weiterhin bewusst die Billiglohnschiene zu seinem wirtschaftlichen Vorteil. Die restliche Welt erscheint machtlos, denn ein Land mit 1,3 Milliarden Menschen ist ein unverzichtbarer Absatzmarkt und Handelspartner, das beweisen nicht zuletzt die immer häufiger stattfindenden Staatsbesuche auf höchsten Ebenen.

Elisabeth wurde bis 1998 durchgehend in 1.750 Vorstellungen am Theater an der Wien aufgeführt. Das Stück wurde seither in sieben Sprachen (darunter koreanisch und finnisch), in elf Ländern und vor 8,5 Mio. Zuschauern aufgeführt – gute Gründe, das Stück in Wien genau 20 Jahren nach der Uraufführung  wieder aufzunehmen – wenn auch an veränderter Spielstätte. Am 5. September 2012 feierte das Stück am Raimund-Theater sein Wiener Comeback.

Sicherheitskonzept mit TÜV

Robert Terp, heute Leiter des Fachbereichs Bühnentechnik des TÜV AUSTRIA, prüfte bereits bei der Uraufführung 1992 die Sicherheitsstandards der Bühnenaufbauten. "Die Richtlinien haben sich in den 20 Jahren stark verändert. Heute sind die Auflagen wesentlich strenger als damals." Mit Erscheinen der Maschinen-Sicherheitsverordnung 2010 wurden wieder neue Rahmenbedingungen eingeführt, die je nach
Typus und "Belastung der Bühnentechnik eine Risikoanalyse sowie entsprechende Sicherheitsvorkehrungen verlangen. Vor 20 Jahren waren hier wesentlich weitere Spielräume gegeben. Da betraten wir in
vielen Bereichen der Theatertechnik Neuland. Für die Einhaltung der sicherheitstechnischen
Aspekte war damals eine Menge technischer Kreativität gefragt,"
erinnert sich Robert Terp. Die Umsetzung
des Musicals arbeitet mit massivem Einsatz von Hebebühnen und anderer, bis zu 2,5 Tonnen schwerer Technik, die auf engstem Raum heben, rotieren, einklappen oder falten, manchmal alles gleichzeitig. Dabei
tummeln sich bis zu mehreren Dutzend Darsteller auf der Bühne, die kommen und gehen – eine sicherheitstechnische Herausforderung. "Wir hatten bei der Neuauflage am Raimund-Theater zwar die Erfahrungen aus dem Jahr 1992, mussten aber sämtliche Szenen nach den neuen Gesichtspunkten
der Maschinen-Sicherheitsverordnung analysieren
", so der TÜV-Sicherheitsexperte. Terp schätzt, dass auf
Grund der neuen Verordnung der technische Sicherheitsaufwand für Elisabeth 2012 "um ein Drittel bis 50% höher war" als bei der Uraufführung vor 20 Jahren.

Offener Szenenwechsel

Der Prolog des Musicals liefert nicht nur den Einstieg in ein szenisches Feuerwerk über drei Stunden, sondern gibt dem Techniker ersten Einblick an die bühnentechnischen Herausforderungen. Elisabeths
Mörder Luigi Lucheni rechtfertigt sich hundert Jahre nach seiner Tat im Reich der Toten für seine Tat.
Das erste Bild zeigt den gehängten Anarchisten, dessen Leiche an einem langen, einer Feile nachempfundene Schwenkarm eines Baukrans hängt. Die Nachbildung symbolisiert das Tatwerkzeug – die dreiseitige geschliffene Feile – mit der der Anarchist die damals 61jährige Kaiserin von Österreich am 10. September 1898 am Genfer See ermordet hatte. Der Tod antwortet im Prolog dem jammernden Lucheni und steigt über die Feile von oben auf die Bühne herab. Für den jeweiligen Schauspieler bedeutet dies, singend und gestenreich über einen 50 cm breiten und vierzehn Meter langen Steg zu balancieren und das alles in über fünf Metern Höhe.
Für Martin Kindermann, Leiter der Bühnentechnik der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), war die technische Umsetzung der Regieidee einer überdimensionalen Feilen-Symbolik in jeder Hinsicht spannend: "Wir leben den ständigen Spagat zwischen Kunst und Technik. Dem Publikum soll die Illusion gegeben werden, für die Schauspieler muss aber die nötige Sicherheit und der Spielkomfort garantiert werden. Ein vor Anstrengung keuchender Akteur kann nicht singen." Der Schwenkarm der Feile bescherte den Bühnentechnikern des Raimund-Theaters und den Sicherheitsexperten des TÜV jede Menge Arbeit. Während Belastungstests mit dem entsprechenden Gewicht von sechs Darstellern anstelle der künstlerisch geforderten drei noch leicht durchgeführt werden konnten, stellt die Notwendigkeit eines Notstopps schon höhere Anforderungen.  Der Schwenkarm der Feile dreht sich nicht nur horizontal, sondern kann auch – wie ein Taschenmesser – noch oben eingeklappt lwerden. Eine Fehlfunktion beim Hochklappen kann auf Grund der enormen hydraulischen Antriebskräfte für alle auf der Feile spazierenden Akteure erdrückend werden. Bei den Dreh- und Hebebühnen war der Einbau einer Nothalt-Taste sogar bei der Funksteuerung nötig. Sicherheitsexperte Robert Terp: "Nach der erforderlichen Risikobetrachtung benötigen die Funkfernsteuerungen einen Notstopp mit entsprechendem Sicherheitslevel, der die Apparate sicher zum Stillstand bringt." Eine derartige Vorrichtung war 1992 bei den Fernsteuerungen nur in einfachster Weise vorhanden.

Ein automatischer Halt musste im Vorfeld der Wiederaufnahme des Musicals auch für die Hebebühnen ersonnen werden. Die hydraulisch betriebene Apparatur, deren Oberdeck wie die Schwingen eines
Schwans gefaltet und gedreht werden können, verfügt in der Ausgabe des Raimund-Theaters über Sicherheits-Abschaltleisten. Sollte sich beim Drehen, Heben oder Falten Dinge verklemmen, schaltet sie sich sofort ab. Auch diese Einrichtung war am Theater an der Wien vor 20 Jahren so noch nicht gegeben – anders als die manuell zu bedienende Nothalttaste an den neuralgischen Positionen auf und hinter der Bühne, die schon lange zum sicherheitstechnischen Status quo der Bühnentechnik gehören.

Ähnlich, nicht gleich
Die szenische Umsetzung im Theater an der Wien 1992 und die Wiederaufnahme 2012 ist in den wesentlichen Elementen unverändert. Auch die Bühnenbilder blieben in weiten Strecken gleich. Und dennoch brachte die Aufführung am Raimund-Theater gerade für die Bühnentechnik völlig
neue Herausforderungen. Das Raimund-Theater ist in seinen Abmessungen kleiner als das Theater an der Wien. Martin Kindermann, Leiter der Bühnentechnik: "Das hat in vielen Bereichen komplexe Anpassungsarbeiten mit sich gebracht.“ Bühnentiefe wie Durchmesser der Hebepodien
sind um mehrere Meter geringer als im Schwestertheater am Naschmarkt. Gleichzeitig aber ist das Bühnenportal am Raimund-Theater größer, was insbesondere bei der Feile nach neuen, eindrucksvolleren
Dimensionen verlangt hat, um denselben Eindruck hervorzurufen.

Außerdem musste die Hebebühne des Raimund-Theaters mit einem leistungsstarken
hydraulischen Zylinder aufgerüstet werden, um den massiven Anforderungen von Elisabeth gerecht zu werden. Auch bei den Bühnenbildern wurden teilweise neue Hintergründe beschafft, da die alten Vorlagen alleine von den Abmessungen nicht ins Raimund-Theater passten. Andererseits spielte der technische Fortschritt den Bühnentechnikern des Raimund-Theaters in die Karten: um Feile und Schwanenflügel sicher und zeitgerecht in Szene zu setzen, mussten 1992 an Ober- und Unterbühne 12 Mann Hand anlegen. Am Raimund-Theater erledigen dies heute vier Mann und jede Menge aktueller Steuerungstechnik.

Auch Kunst braucht Sicherheit

Wenn Kultur auf technische Sicherheit trifft, ist die Kommunikation zwischen diesen Welten nicht einfach. "Wir müssen mit jedem Stück und mit jeder Aufführung immer größer, schöner und prächtiger werden",
weiß Friedemann Klappert, der als Technischer Direktor der Vereinigten Bühnen Wien
(Ronacher, Theater an der Wien und Raimundtheater) und 650 Vorstellungen pro Jahr, die Verantwortung trägt. Dazu brauche es "einerseits die Kreativität der Künstler und die Umsetzungskraft unserer
Bühnentechniker. Aber wir benötigen auch einen unabhängigen Partner, der die Ideen auf den Boden holt und darauf achtet, dass unsere Arbeit für alle Beteiligten sicher bleibt. Und das ist für uns der TÜV AUSTRIA"
, bekräftigt der Technische Direktor der VBW.

Daher werden die TÜV-Experten in der Planungsphase ein bis zwei Jahre vor Aufnahme der Probearbeiten an Bord geholt, um die Umsetzung der Regie-Ideen bereits am Reißbrett nach sicherheitsrelevanten Problemzonen zu durchleuchten und Lösungsvorschläge zu beurteilen. Während des Aufbaus der Bühnentechnik und auch während der ersten Probearbeiten sind die Sicherheitstechniker des TÜV vor Ort.

"Wir müssen die Realität auf der Bühne kennenlernen"
, erläutert Robert Terp, "Abläufe und Auftritte verändern sich von einem Tag zum anderen." Wenn technische Sicherheitsvorkehrungen ausgeschöpft sind, bleiben immer noch organisatorische Maßnahmen, um die Aufführungen sicher zu gestalten.
"Auf der engen Bühne wird mit tonnenschweren Hydraulikgeräten agiert. Und gleichzeitig sollen die Akteure die Bühne betreten und verlassen. Das muss bei aller künstlerischen Freiheit so geschehen, dass nichts und niemand zu Schaden kommt. Und um das zu beurteilen, dafür sind wir da."

Ingenia-Anlagen gelten als High-end-Produkte ihrer Branche. Die Kunden kommen bei einer Exportrate von über 90 % aus Deutschland, Russland, Kanada, Türkei, den CEE-Ländern und den USA.
Das Linzer Engineering-Unternehmen Ingenia entwickelt und plant schlüsselfertige Feuerverzinkungsanlagen in der ganzen Welt.

Der TÜV AUSTRIA sorgt für Risikoanalyse und CE-Konformität der Maschinen und unterstützt den Generalunternehmer im Ausschreibungsprozess, in der Montagephase und bei Inbetriebnahme.


Korrosion setzt Stahl- und Eisenteile rasch schachmatt – zumindest, wenn die Nutzungsdauer in Jahren und Jahrzehnten zu berechnen ist. Feuerverzinkung verspricht hier wahre Wunder. Der Auftrag einer hauchdünnen Zinkschicht von 50 bis 150 Mikrometer macht aus einem korrodierenden Eisenteil ein generationenbeständiges Metallstück. Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und Bau spricht von einer Lebensdauer von »mehr als 50 Jahren«. Feuerverzinkung ist ein chemischer Prozess, der in seinen Grundzügen seit 100 Jahren genutzt wird. Die Kunst liegt darin, diesen Ablauf so ökonomisch wie möglich ordnungsgemäß über die Bühne gebracht werden konnte.
TÜV AUSTRIA wurde so vom »trouble shooter« bei der ersten Anlage zu einem Systempartner von Ingenia: Nach weiteren Feuerverzinkungsanlagen bei den Unternehmen Niedax und Zinkpower Schörg, alle in Deutschland, begleitete der TÜV AUSTRIA Ingenia auch bei der zweiten vollautomatischen Feuerverzinkungsanlage von Layher, die im Sommer 2013 ihren Betrieb aufgenommen hat. Dabei wurde die, bereits seit vielen Jahren im Einsatz befindliche, manuelle »Verzinkerei« auf ein automatisiertes Hochleistungssystem von Ingenia umgebaut.
Das Projekt, bei dem Ingenia auch für die Koordination der technischen Gewerke und die CEKennzeichnung verantwortlich war, wurde innerhalb von 12 Monaten realisiert. Entsprechend dem weiten Leistungsspektrum von INGENIA hat der TÜV AUSTRIA sein Leistungsspektrum aufgestellt. Die Leistungen für Ingenia reichen von der erforderlichen Risikobeurteilung über die Prüfung von Konzepten und technisch rechtlichen Dokumenten bis zur Abnahmeprüfung nach deutschem Recht.

TÜV AUSTRIA ist erster Ansprechpartner für Sicherheit und Ordnung. Dies bedeutet für den Generalunternehmer Ingenia die Verantwortung der zahlreichen an einem Auftrag beteiligten Unternehmen aufzuzeigen und die daraus resultierenden Aufgaben in der Kontraktphase zu definieren.
Damit wird von Beginn an klargestellt, wer was zu tun hat, um bei Fertigstellung keine bösen Überraschungen zu erleben. Ingenia erreicht durch die Expertise des TÜV AUSTRIA optimierte Planungs- und Umsetzungsprozesse, die verkürzte Probezeiten und einen reduzierten Nachbesserungsaufwand mit sich bringen. So werden Partnerschaften erfolgreich. Und in diesem Punkt schlägtdie Stunde des Linzer Anlagen- und Maschinenbauers Ingenia. Das 40-Mitarbeiterunternehmen aus dem Linzer Stadtteil Pichling konstruiert Feuerverzinkungsanlagen und errichtet sie auf der ganzen Welt.

Die Kernkompetenz der Oberösterreicher liegt dabei in der Automation und Optimierung
innerbetrieblicher Materialflüsse. In alle Welt Ingenia zählt zu jenen Unternehmen, die gerne als Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bezeichnet werden. Gründer und Eigentümer Ing. Rudolf Geiersberger übernahm 2001 im Zuge eines Management Buy outs den Bereich des Sonderanlagenbaus und der Fördertechnik von seinem vorhergehenden Arbeitgeber und konzentrierte sein Unternehmen auf die Entwicklung von Verzinkungsanlagen. Der Zugang kam dabei aus der Erfahrung in der Förder- und Hebetechnik, die den automatisierten Transport des Stückgutes zwischen den Tauchbädern und den Verzinkungskesseln lösen
konnte. In vielen Verzinkereien werden diese Prozesse heute noch manuell oder maximal halbautomatisch erledigt. Die Vollautomatisierung ist technisch herausfordernd, da die Kesselanlagen aus Sicherheitsgründen heute jeweils eine Umhausung benötigen – also mehr oder weniger eine Halle in der Halle darstellen. Die Schleusung der Stückgüter durch die abgeschlossenen Tauchbäder gilt als Präzisionsarbeit, die die Qualität der Zink-Beschichtung maßgeblich bestimmt. Ein weiteres Asset von Ingenia liegt in derverfügbaren Simulations- und Steuersoftware. Kunden können durch Spezialapplikationen den künftigen Lauf ihrer Produktionsanlage simulieren. Dabei werden die optimierten Durchlaufzeiten und Beschichtungsprozesse für die Anlage nach verschiedenen Parametern erarbeitet.

Der große Vorteil: Die Werte können in der fertiggestellten Anlage übernommen werden.
Die Inbetriebnahme-Phase einer Feuerverzinkungsanlage von Ingenia kann so von durchschnittlich zwei bis vier Monaten auf zwei Wochen verkürzt werden. Überzeugung durch Technik Ingenia agiert als Engineering-Unternehmen mit ausgelagerter Fertigung: Die Linzer entwickeln und planen die Verzinkungsanlagen,
lassen sie aber dann von Part nerunternehmen fertigen. Erst vor Auslieferung treffen sich die einzelnen Anlagenteile in der neuen Montagehalle in Linz-Pichling, wo die Ingenia-Techniker die Teile assemblieren und testen. Erst wenn alle Checks bestanden sind, werden die Maschinen in Transportgrößen zerlegt und ausgeliefert. Ingenia-Anlagen gelten als High-end-Produkte ihrer Branche. Die Kunden kommen,
bei einer Exportrate von über 90 %, aus Deutschland, Russland, Kanada, Türkei und den CEE-Ländern. Im Frühjahr wurde der erste Vertrag für ein Werk in Dallas/Texas unterschrieben, der erste Auftrag in den USA.

v.l.n.r.: DI Benjamin Losert (ecoplus.NÖ), Silvia Parteder (Marketing GW St. Pölten), Ing. Gerhard Nachförg, MBA (GF GW St. Pölten), DI Stefan Wallner (TÜV AUSTRIA), Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Gerhard EICHINGER (TÜV AUSTRIA), Ing. Günther Hell (Leiter QM/Innovation GW St. Pölten), Mag. Martin Rost (Geschäftsführer GW St. Pölten) und Ing. Johannes Neuwirth (Leiter Sicherheitstechnik/Facility Management GW St. Pölten)

In ihrer über 30-jährigen Geschichte haben sich die GW St. Pölten zu einem modernen und innovativen
Industriebetreib entwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ca. 70 % davon mit Behinderungen. Muster- und Serienfertigung von mechanischen wie elektrischen Komponenten – vielfach für namhafte Kunden wie Schindler, Siemens oder Kapsch – bilden dabei den Schwerpunkt.

Ständige Investitionen in neue Technologien sichern nicht nur das Bestehen am Markt, sondern ermöglichen auch
den Ausbau des Angebots. Aktuell wurde gemeinsam mit Partnerunternehmen ein Elektroroller entwickelt.
Die GW St. Pölten steht für eine integrative Beschäftigungspolitik. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen ist oberste Maxime. Noch lange vor der Verabschiedung des Bundesenergiegesetzes (ISO 50001) wurde ein Energiemanagementsystem eingeführt und jetzt erfolgreich zertifiziert.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist für uns nicht einfach nur ein Schlagwort, es ist gelebte Unternehmensphilosophie“, erklärt Gerhard Nachförg, GF der GW St. Pölten. „Daher lag es für uns auf der Hand, ein entsprechendes Energiemanagementsystem einzuführen und dieses durch den TÜV AUSTRIA zertifizieren zu lassen“.

TÜV AUSTRIA Hellas hat den Nachhaltigkeitsbericht über Corporate Responsibility und nachhaltige Entwicklung 2013 der HALCOR Gruppe bestätigt. Die international tätige HALCOR Gruppe zählt zu den führenden Unternehmen der verarbeitenden Industrie und des Kupferhandels in Griechenland.

HALCOR hat sich beim Verfassen ihres Berichts für die Ebene B+ der G3.1-Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) entschieden. Die aktuelle TÜV-Verifizierung ist das Ergebnis der Verpfilichtung der HALCOR Gruppe zu ständiger Verbesserung und dazu, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Die OMV-Tochter Petrol Ofisi zählt zu den arriviertesten Unternehmen der Türkei. Kernkompentenzen sind die Raffinierung und der Vertrieb petrochemischer Produkte. Petrol Ofisi betreibt etwa 2.200 Tankstellen, ein Schmiermittelwerk, elf Kraftstoff- und drei Flüssiggas-Terminals, 19 Luftfahrteinheiten und verfügt über
eine Lagerkapazität von ca. 1,3 Mio. m3. Mit rund 900 Mitarbeitern erwirtschaftete Petrol Ofisi 2013 einen Umsatz von 25 Mrd. türkische Lira (ca. 8,7 Mrd. Euro).

TÜV AUSTRIA TURK
hat sich seit seiner Gründung 2009 in der türkischen Industrie bereits einen guten Namen gemacht. Ein zentraler Kunde ist das Petrochemieunternehmen Petrol Ofisi. Dank der hervorragenden Qualität des Services bezüglich Schallemissionsprüfung wurde TÜV AUSTRIA TURK nicht nur auf dem Gebiet von zerstörungsfreien Testmethoden und der Verfahrenssicherheit, sondern auch für unkonventionelle Methoden, wie etwa das TOFD-Verfahren (Time of Flight Diffraction-Verfahren, Beugungslaufzeittechnik) und das PA-Verfahren (Polyamid) zu einem bevorzugten Lösungspartner für Öl- und Gas-Unternehmen.

So setzt auch die OMV bei Petrol Ofisi auf TÜV AUSTRIA TURK. Petrol Ofisi hat für den Bereich der Flüssiggas-Tanklager von Yarimca und Aliaga ein Flüssiggas-Erweiterungsprojekt implementiert.
Das Vorhaben startete im September 2013 für sechs neue Flüssiggastanks mit einer Kapazität von jeweils 5.000 m³. Dabei wurde die Notwendigkeit einer Überprüfung der Qualität von Schweißnähten und der Einhaltung von HSSE (Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz) an den Stationen festgestellt und als Partner TÜV AUSTRIA TURK gewählt.

Für die Durchführung hat TÜV AUSTRIA TURK zwei Teams mit jeweils zwei Technikern und zwei HSSE-Inspektoren zusammengestellt. Die Techniker verfügen über verschiedene Fertigkeiten und Erfahrungen, einschließlich der Überwachung von Schweißarbeiten (IWE) und der Durchführung von zerstörungsfreien Prüfungen der Stufe II für Röntgentests. TÜV AUSTRIA TURK erstattet Petrol Ofisi wöchentlich Bericht über die Qualität der Schweißarbeiten, die zerstörungsfreien Tests sowie HSSE (Health, Safety, Security and Environment Protection) und gibt Empfehlungen für Verbesserungen der Qualität des Projekts ab.

„Alte“ Maschinen ohne gesetzlich vorgeschriebene CE-Zertifizierung müssen sicherheitstechnisch
dem Stand der Arbeitsmittelverordnung BGBL. II. 21/2010 vom Februar 2010 entsprechen.
„Rund 50 % der in derEU verwendeten Maschinen sind ‚alt‘. Die Anforderungen des ArbeitnehmerInnenschutzes bedeuten für den Betreiber, diese Maschinen auf einen zeitgemäßen Sicherheitsstand zu bringen“, erläutert TÜV AUSTRIA Experte DI (FH) Thomas Radler die geltende Rechtslage. Riess KELOmat, der niederösterreichische Kochgeschirrhersteller, der seine Produkte in 27 Ländern weltweit vertreibt, ließ seine Tiefziehpresse RASKIN BJ 1953 von Bilfinger Chemserv GmbH modernisieren.

TÜV AUSTRIA prüfte die Einhaltung relevanter Bestimmungen. Revitalisierung schlägt Neuanschaffung
David Hieslmair MSc., Technischer Vertrieb bei Bilfinger Chemserv, einem oberösterreichischen Unternehmen der Bilfinger Industrial Services Group, erläutert die vorherrschende Marktsituation: „Statt eines sicherheitstechnischen Umbaus wird oft lieber die Investition in Neuanlagen gewählt. Themen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz werden ausgeklammert bzw. nur bei Aktivierung von diversen Fördergeldern berücksichtigt.“ Ing. Friedrich Riess, Geschäftsführer Riess KELOmat GmbH, begründet seine Entscheidung: „Wenn neue Maschinen nicht zu unserer nachhaltigen Arbeitsweise passen, suchen wir nach alternativen Lösungen, um unsere alten Maschinen weiterzuverwenden. In diesem Fall haben wir sozusagen den Stand der Technik neu definiert.“

RIESS KELOmat entscheidet sich für Umbau

Im August 2013 wurde die modernisierte Anlage erfolgreich vom TÜV AUSTRIA auf
Übereinstimmung mit der Arbeitsmittelverordnung geprüft. Verblüffend war, dass der
Energiebedarf durch eine neue Anlage eklatant gestiegen wäre. Die Anschlussleistung in Kilowatt wäre fast 8 mal so hoch, die Leerlaufleistung in Kilowatt sogar mehr als 13 mal so hoch gewesen. Sogar bei der Produktivität gemessen an Stück/Min wäre die neue Maschine der alten unterlegen.
„Unsere Entscheidung, die alte Maschine nach den neuesten Sicherheitsbestimmungen umzubauen, war richtig. Wir hatten eine deutlich geringere Investition und gleichzeitig wesentlich niedrigere Energiekosten im laufenden Betrieb. Dies entspricht unserer nachhaltigen Firmenphilosophie“, bestätigt Riess.

Bilfinger Chemserv steuert das Know-how bei

Die individuellen Fertigungsprozesse des Kunden spielen bereits in der Entscheidungsphase eine entscheidende Rolle und sollten wenn möglich zur Gänze nach dem Umbau beibehalten werden, meint man
bei Bilfinger Chemserv. Besonders schwierig sind Projekte bei Maschinen mit manueller Bestückung oder Entnahme, denn die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sind sehr nah und überschneiden sich oft.
Die Konzeptionierung und Planung eines Umbaus bilden die Grundlage und sind essenziell für die erfolgreiche Modernisierung“, erklärt Martin Pichler, Engineeringleiter bei Bilfinger Chemserv, die wichtigsten
Faktoren eines Umbaus. Radler ergänzt: „Der Fall Riess KELOmat beweist eindrücklich, dass die Modernisierung der Anlage ökonomisch wie ökologisch äußerst sinnvoll war, wobei gleichzeitig eine zeitgemäße Sicherheitstechnik für die Belegschaft zu gewährleisten ist.“

Seit 1550 produziert das Familienunternehmen in Ybbsitz im niederösterreichischen Mostviertel. Seit 1922 wird Kochgeschirr aus hochwertigem Emaille hergestellt. Julian Riess, Friedrich Riess und Susanne Rieß führen in neunter Generation das traditionsreiche Unternehmen erfolgreich, umweltgerecht und mit sozialem
Engagement. 2001 erwarb RIESS die Traditionsmarke KELOmat und firmiert seither unter Riess KELOmat mit den beiden eigenständigen Marken RIESS und KELOmat. Es ist der einzige Emaillierbetrieb und Kochgeschirrhersteller in Österreich und vertreibt seine Produkte in 27 Ländern weltweit. www.riesskelomat.at
Bilfinger Chemserv GmbH, ein Unternehmen der Bilfinger Industrial Services Group, ist führender Anbieter für Instandhaltung und Engineering in der erweiterten Prozess- und Fertigungsindustrie. Eigene, staatlich akkreditierte Institute unterstützen die Abwicklung durch Analyse, Prüfung und Beratung.

Weit oben angesiedelt auf der Agenda ist das Thema Funktionale Sicherheit naturgemäß
bei dem Automatisierungstechnik-Unternehmen SIGMATEK GmbH & Co. KG.
Im Bewusstsein, dass zukunftsorientierte Steuerungssysteme das Rückgrat der modernen Automatisierungs- und Fertigungstechnik bilden, hat sie ein kompaktes, netzwerkfähiges, sicherheitsgerichtetes Steuerungssystem im Zusammenspiel mit TÜV AUSTRIA-Experten entwickelt.

Die Technologieentwicklung fordert flexible und leistungsfähige Steuerungen, für die zur Minimierung von Gefahren Sicherheitsfunktionen einfach implementiert werden können. Da die Sicherheitssteuerungen das
zentrale Glied in der gesamten Sicherheitskette bilden, ist die Anforderung des Maschinenbauers an das Sicherheitsniveau sehr hoch, meist SIL3 oder PLe.

All diese Anforderungen werden von dem angesprochenen Steuerungssystem erfüllt, welches aus einem CPU-Modul (Steuerkarte mit mehreren Prozessoren) sowie diversen IO-Modulen (Eingangs- und Ausgangskarten) besteht.

Das SIGMATEK-Steuerungssystem namens „S-DIAS“ ist dank der modularen Bauweise und direkter Hutschienenmontage einfach montier- und erweiterbar. Die Kommunikation zwischen den Modulen erfolgt
dabei über einen internen Datenbus, der bereits im Stecksystem integriert ist. Es muss also keine zusätzliche Bus-Karte verbaut werden. Die Überwachungsfunktionen und auch die Fehlererkennungen der I/O-Module
sind bereits in der intelligenten Steuerkarte, dem CPU-Modul, vollintegriert.

Aufgrund der optimalen Kooperation zwischen den Fachleuten von TÜV AUSTRIA aus Filderstadt und den Entwicklern von SIGMATEK konnte das Projekt innerhalb eines Jahres erfolgreich mit der EG-Baumusterprüfung durchgeführt werden. Basis dafür ist laut den TÜV-Experten die konsequente Zusammenarbeit bei jedem Entwicklungsschritt, beginnend mit der Konzeptphase bis hin zu den praktischen Prüfungen der Sicherheitskomponenten in diversen komplexen Anwendungstopologien.
Es hat sich gezeigt, dass das bereits während der Entwicklungsphase einer Maschine stattfinden
sollte. Dadurch wird es meist einfacher, auf zusätzliche Anforderungen, die aus der Risikobeurteilung entstehen können, zu reagieren.

Damit die Entwickler und Konstrukteure sich nicht im Dickicht der Anforderungen verheddern, können unabhängige Spezialisten wie die des TÜV AUSTRIA ins Boot geholt werden. Der Umfang des Unterstützungsbedarfs wird je nach Anforderung unterschiedlich ausfallen und sich mit jeder weiteren Applikation sogar verringern.

Die TÜV TRUST IT hat die Smart Living App „Stadtwerkzeug“ der Stadtwerke Düsseldorf zertifiziert. Entwickelt wurde die App von der energy app provider GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft der Stadtwerke
Düsseldorf und der Conenergy AG.

„Die App ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass attraktive Funktionalitäten und ein hoher Anspruch beim Datenschutz im Einklang stehen können“, stellt Detlev Henze, Geschäftsführer der TÜV TRUST IT, fest.

Roman Dudenhausen (Conenergy): „Die Einhaltung der erforderlichen Datenschutz- und Datensicherheitskriterien und die Zertifizierung mit dem TÜV-Trusted App-Siegel sind nicht nur ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Vermarktung, sondern auch Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung der App.“

Das Institut für Computerwissenschaft der griechischen Stiftung für Forschung & Technologie
(FORTH-ICS) wurde von TÜV AUSTRIA Hellas gemäß der internationalen Norm ISO 9001 (Qualitätsmanagement) zertifiziert. Ebenso konnten die Zertifizierung für das Internet-Namensregister mit der griechischen
Endung [.gr] gemäß ISO 27001 (Informationssicherheit) und die Umsetzung von IT-Projekten im Gesundheitswesen erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Forschungsarbeit am FORTH-ICS schließt die neuesten Technologien, aktuelle Trends, weltweite Herausforderungen in den Bereichen Forschung und Technologie sowie die Bedürfnisse des öffentlichen und des privaten Sektors in Griechenland mit ein.

TÜV AUSTRIA auditiert Unternehmen gemäß dem Energieeffizienzgesetz und EN ISO 50001 und ist als unabhängiger Gutachter bei Energiemaßnahmen, Ökostromgesetz, gemäß Emissionsgesetz und Integrated
Pollution Prevention Control (IPPC) tätig. Als Inspektionsstelle prüft TÜV AUSTRIA Windkraft-, PV-, Biomasseanlagen und unterstützt Behörden als „Nichtamtliche Sachverständige“ bei Bewilligungsverfahren.
Zusätzlich hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wie z. B. dem Bundesverband Photovoltaik Austria, Schulungen und Zertifizierungsprogramme entwickelt (Siehe Seite 8). Nicht zuletzt zeigt TÜV AUSTRIA auch mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage am Standort Wels-Thalheim am eigenen
Unternehmen, wie Energiesparmaßnahmen zu vollziehen sind.

Ein langjähriger Partner
Langjährige Partner im Energie-Sektor sind namhafte Unternehmen wie etwa die OMV Gruppe, RAG und Linde Gas GmbH. Neu seit der Umstrukturierung ist die konzentrierte Zusammenarbeit zwischen Einkauf
des Kunden und Vertrieb des TÜV AUSTRIA mit zentralem Ansprechpartner. Dieser ist die Schnittstelle
und kümmert sich um die Fragen des Kunden und die passenden Lösungen.
„Zusätzlich arbeiten wir auf beiden Seiten an der Vereinfachung der Geschäftsprozesse. Mithilfe vernetzter elektronischer Systeme können auf beiden Seiten Aufwände und damit Kosten reduziert werden“
, erklärt Martin Hofstädtner, TÜV AUSTRIA-Vertriebsleiter der Sparte Industry & Energy.

Alfons Leyrer, Bereichsleiter für Leistungen der Inspektion und verbundener Anschlussleistungen im Konzerneinkauf der OMV, schätzt die seit knapp 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit mit TÜV AUSTRIA.
„Der TÜV ist in der Lage, sehr rasch und effizient auf Aufgabenstellungen zu reagieren. Hier kennt man die Anforderungen im Bereich HSE, Qualität oder Technik einfach sehr gut. All das macht den TÜV AUSTRIA
zu einem wertvollen Partner.“ Mit dem Key Account werden sämtliche Bereiche angesprochen und Probleme – in Verbindung mit einem wettbewerbsorientierten Preis – gelöst. „Ohne Zeitverzögerungen. Ein persönlicher Ansprechpartner ist für uns daher ein großer Gewinn“
, so Leyrer.

Neben der bloßen „Kunden-Lieferanten-Beziehung“ gibt es auch wertvolle gemeinsame Initiativen, etwa im Bereich Energieeffizienz – Stichwort Spritsparen – oder mit MaxxMotion. „In Zukunft werden definitiv weitere Aktivitäten dieser Art stattfinden. Wir wollen die Partnerschaft leben und pflegen. Gemeinsam werden wir jede kommende Herausforderung sicher meistern“, gibt Leyrer Ausblick auf künftige Zusammenarbeit.

2006, knapp vor dem EU-Beitritt von Rumänien, hat die TÜV AUSTRIA Gruppe mit einem Büro von TÜV AUSTRIA ROMANIA SRL in Otopeni ihren ersten Schritt in das osteuropäische Land gesetzt.
Hintergrund war die Entwicklung der rumänischen Wirtschaft in Zusammenhang mit einem verstärkten Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein.

Seit Anfang 2008 betreibt das Unternehmen Niederlassungen in Bukarest, Craiova, Pitesti, Ploiesti sowie Timisoara und ist im Begriff, weiter zu wachsen. Wichtiger Partner ist das Unternehmen seit 2007 für OMV Petrom. Dabei werden Dienstleistungen für die meisten Bereiche erbracht, wie für die Raffinerien (seit 2007),für Forschung und Produktion (seit 2008) sowie Energie (seit 2010). Außerdem war TÜV AUSTRIA Romania seit 2007 an allen Turn-Arounds der Petrobrazi-Raffinerie beteiligt, zu Beginn mit einfachen NDT-Messungen und später mit der vollständigen Beurteilung alter Anlagen (Rohrleitungen, Druckbehälter) und Anwendung spezieller NDT-Methoden.

Ein ausgefülltes Jahr Bei der vorjährigen technischen Neuausrichtung von Petrobrazi wurden die Teams von
TÜV AUSTRIA Romania in zwei große Bereiche – Projekt und Wartung – eingeteilt.
In 20 Nächten brachten es die Teams zustande, die Röntgenprüfung von mehr als
6.000 (von insgesamt ca. 9.500) Schweißnähten für ein großes FCC-Projekt erfolgreich
durchzuführen. Tagsüber wurden bei insgesamt 3.000 Schweißnähten 900 Eindringungsprüfungen
ausgeführt. Wartungsteams waren verantwortlich für die Ausführung von traditionellen Messungen der
Druckgeräte und der ISCIR-Begutachtung von ca. 450 Druckbehältern, zwölf Lagertanks
und 200 Rohrleitungen. Neben gewöhnlichen Prüfmethoden wurden auch spezielle Testverfahren angewandt: Infrarotfotografie zur Feststellung der Qualität der Dämmung und Boden-Scans (SLOFEC) zur Messung der Böden der Lagertanks. 2014 war auch das Jahr, in dem TÜV AUSTRIA Romania an allen rumänischen Raffinerien arbeitete: OMV Petrom, Petrobrazi, Petrotel Lukoil Raffinerie, Rompetrol Vega und Midia Raffinerien.

Methoden
Um für den Kunden die Stillstandzeiten der Druckgeräte auf ein Minimum zu beschränken, verfügt TUV AUSTRIA Romania über die Möglichkeit, einige NDT-Methoden (Non-Destructive Testing) bei hohen Temperaturen auszuführen, wie etwa: Digitales Röntgen, Wanddickenmessungen, Magnetische Prüfungen,
Eindringprüfungen, Diffraktionszeit, Langstrecken-Ultraschall-Prüfung.
Andere spezielle Prüfverfahren sind: Diffraktionszeit – normale Temperatur, Phased-Array, Laserscan, Boden-Scan für Tanks und Kessel (SLOFEC) + Raupe, Schallemission, Metallographische Nachbildung, Tensiometrie, Temperaturprofil, Langstrecken-Ultraschall-Prüfung bei Normaltemperatur, Gleichspannungsverlauf + Funkerfassung + topographische Messung, Vakuumprüfung, Infrarotkamera

Die Herstellung der Leitungen und Rohrbögen der Transanatolischen Erdgaspipeline TANAP läuft weiter. Als Leader des Konsortiums mit dem Turkish Standards Institute (TSE) und Ugetam erhielt TÜV AUSTRIA Turk einen Zweijahresvertrag von TANAP, um die Herstellung der Bauteile in China zu überwachen. TÜV
AUSTRIA-Mitarbeiter Mustafa Sirin leitet die Prüfungen mit insgesamt 43 Inspektoren vor Ort. Bisher wurden 120 km Rohrleitung und 550 Rohrbögen in drei Werken von BAOSTEEL Baoshan Iron & Steel und CNPC Bohai Equipment in China hergestellt, 113 km Leitungen wurden bereits in die Türkei geliefert.

Bei den TANAP-Projekten, die unter der Leitung von TÜV AUSTRIA Turk gemeinsam mit dem Türkischen Standardinstitut (TSE) und dem Unternehmen UGETAM durchgeführt werden, ist das türkische TÜVTeam
mit 38 Inspektoren und zwei Chefinspektoren für die Produktions- und Versandkontrolle
der Rohre verantwortlich, die für das TANAP-Projekt in China hergestellt wurden. Die Kontrollen liefen bisher reibungslos und zur vollen Zufriedenheit des Kunden.

In Villach ist man mit der Kooperation mit TÜV AUSTRIA hochzufrieden. Wolfgang Somitsch von der Abteilung Hochbau und Liegenschaften des Magistrats Villach konstatiert eine „perfekte Zusammenarbeit“. „Wir sehen eigentlich nur Vorteile – sowohl in der Sache als auch in der Kommunikation auf Augenhöhe.“ Während im Bereich Wasserqualität und Legionellenprophylaxe seit etwa einem Jahr mit Fleischers Team kooperiert wird, gibt es mit dem TÜV AUSTRIA selbst bereits seit mehreren Jahren Schnittpunkte: so zum Beispiel bei der Risikoanalyse der Therme Villach, bei Überprüfungen von Aufzügen, Toren, Schrankenanlagen etc. in sämtlichen öffentlichen Objekten der Stadt.

„Die Synergieeffekte des ‚Alles aus einer Hand‘ kommen jetzt so richtig zum Tragen“, meint Somitsch. Gerade das Thema Legionellenprophylaxe werde noch an Bedeutung gewinnen: „Jetzt noch oft stiefmütterlich behandelt, wird es in den Kommunen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und der Bewusstseinsbildung, was Gesundheit betrifft, noch ein heißes Thema werden. Villach ist hier Vorreiter dank TÜV AUSTRIA.“

Fünf Schritte der Überprüfung

Jede Anlage muss individuell betrachtet werden, um ein anlagenspezifisches Qualitätssicherungssystem
entwickeln zu können.

  1. Anlagenbegehung und Durchführung einer Risikoanalyse.
  2. Beprobung der Anlage: An kritischen Stellen werden Wasserproben entnommen, welche im TÜV AUSTRIA-Labor hinsichtlich Legionellen oder anderer gefährlicher Bakterien analysiert werden.
  3. Die Erkenntnisse bilden die Basis für die Entwicklung des anlagenspezifischen Qualitätsstandards und die Ausarbeitung des entsprechenden Handbuchs.
  4. Das Qualitätshandbuch enthält zahlreiche Maßnahmen, deren Umsetzung es dem Anlagenbetreiber eigenverantwortlich ermöglicht, alle gesetzlichen und normativen Vorgaben zu erfüllen und einen nachhaltig hygienisch einwandfreien, aber dennoch wirtschaftlichen Betrieb des Wassersystems zu gewährleisten.
  5. Nach erfolgreicher Einführung dieses Qualitätsstandards kann der Anlagenbetreiber ein Zertifikat beantragen. Auch Einschulungen der Mitarbeiter werden angeboten. Nach Umsetzung der Maßnahmen durch den Anlagenbetreiber bietet die TÜV AUSTRIA die Zertifizierung auf Basis und in Anlehnung an die Trinkwasserverordnung (TWV), ÖNORM B 5019 und den Water Safety Plan der WHO (WSP)

Die Gabriel-Chemie GmbH mit Sitz im österreichischen Gumpoldskirchen wurde von der TÜV Austria Cert GmbH nach dem stufenübergreifenden, weltweit ausgelegten und zertifizierbaren Standard für Lebensmittelsicherheit-Managementsysteme ausgezeichnet. Damit bestätigt der österreichische Masterbatch-Produzent, daß sämtliche Prozesse den internationalen Anforderungen an Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit entsprechen. Innerhalb von nur fünf Monaten wurde die Einführung des weltweit anerkannten Standards mit dem Zertifizierungsaudit erfolgreich abgeschlossen.

Die ISO 22000 gilt als der einzige weltweit gültige Standard für Lebensmittelsicherheit. Sie verbindet das gesetzlich geforderte HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) gemäß Lebensmittelkodex mit dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001.

Friedrich Bauer, Leiter des Quality Managements der Gabriel-Chemie Gruppe: „Mit der Erfüllung der ISO 22000 Standards erweitern wir die Möglichkeiten für unsere Kunden besonders im Bereich der Lebensmittelverpackungen. Im Bereich der Medizintechnik sind wir nun dank des neuen Standards sowie der bereits vorhandenen EN ISO 13485:2012 für medizinische Artikel zum Komplettanbieter avanciert. Durch unsere globale Präsenz war es für uns unumgänglich, einen einheitlichen, überall auf der Welt anerkannten Standard anzubieten.“

Gabriel-Chemie GmbH besitzt nun neben der neuen EN ISO 22000:2005 auch die Zertifizierungen nach EN ISO 9001:2008, EN ISO 14001:2004 sowie EN ISO 13485:2012.

Über Gabriel-Chemie
Gabriel-Chemie ist auf das Veredeln und Färben von Kunststoffen spezialisiert. Das Unternehmen besteht seit 1950 und zählt sich heute zu den führenden Masterbatch-Herstellern Europas. Die unabhängige, im Privatbesitz stehende Gruppe hat ihre Zentrale in Gumpoldskirchen, Österreich, und weitere Standorte in Deutschland, Großbritannien, Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen, Italien, Spanien und Russland, wo sie insgesamt rund 570 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Österreichische Post erledigt künftig sämtliche Zustelltätigkeiten klimaneutral. Der TÜV AUSTRIA begleitet den Prozess und prüft die Umweltschutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit.

Die Post ist nicht mehr gelb. Ab jetzt ist sie grün. Im Frühjahr verkündete die Österreichische Post AG, in Zukunft ihre Arbeit klimaneutral erledigen zu wollen.  „Es gibt in Summe keinerlei CO2 Auswirkungen der Zustelltätigkeit der Österreichischen Post mehr. Und das ohne zusätzliche Kosten für unsere Kunden“, erklärte Post-Generaldirektor Dr. Georg Pölzl bei einer Pressekonferenz. Während andere Unternehmen nur „einzelne Leistungen klimaneutral anbieten, stellen wir in Österreich ausnahmslos alle Sendungen CO2 neutral zu.“ Die Österreichische Post ist damit unter den internationalen Logistikanbietern absoluter Vorreiter.
Der TÜV AUSTRIA übernimmt dabei die Rolle des Mittlers und Schiedsrichters. Seine Experten begleiten und prüfen den Umstellungsprozess der nachhaltigen Zustellung, um sicherzustellen, dass die angestrebten positiven Umweltauswirkungen auch gegeben sind. Für viele Postkunden ist der CO2-Nachweis  von großer Wichtigkeit: Die Post liefertden Großkunden künftig ein eigenes „CO2 Neutral-Zertifikat“ – als Nachweis für die wachsende Zahl der Nachhaltigkeitsberichte, die von österreichischen Unternehmen publiziert werden.

200.000 km pro Tag
Für die Post AG bedeutet die Entwicklung zum klimaneutralen Logistikunternehmen einen gewaltigen Schritt. Jährlich werden in Österreich rund 6 Mrd Sendungen zugestellt – dafür legen die Zusteller der Post jeden Tag mehr als 200.000 km zu Fuß, per Fahrrad und Moped oder per PKW und Transporter zurück. Das verbraucht Energie: Das Unternehmen benötigt mit seinen Fahrzeugen rund 15 Mio. Liter Treibstoff und in seinen Gebäuden in den vergangenen Jahren durchschnittlich rund 170 Mio. kWh Strom und Wärme pro Jahr. In Summe emittiert die Post rund 95.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Wer es genauer haben will: 35.000 Tonnen entstehen durch den Betrieb der Gebäude und Verteilzentren, weitere 40.000 Tonnen im eigenen Fuhrpark, die übrigen 20.000 Tonnen durch Partnerunternehmen. Daher ist die Aufgabe herausfordernd: Um alle Briefe, Pakete und Werbesendungen CO2 neutral zuzustellen, ist eine radikale Reduktion der Emissionen und der effiziente Umgang mit Ressourcen notwendig.

Größter Fuhrpark Österreichs
Mit insgesamt 9.000 Fahrzeugen verfügt die Post über den größten Fuhrpark Österreichs. Optimierte Routenplanung, die ständige Modernisierung der Flotte, laufende Schulungen der Fahrer, aber auch der hohe Anteil der Zustellung zu Fuß oder mit Fahrrädern verringern den Treibstoffverbrauch und damit den CO2 Ausstoß der Post AG. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf den Einsatz alternativer Antriebsmethoden. So sind derzeit 77 umweltschonende Erdgas-Fahrzeuge im Einsatz sowie 64 Elektrofahrräder, 8 Elektro-Mopeds und zwei Elektro-Autos. Noch in diesem Jahr wird die Elektro-Flotte der Post um 18 mehrspurige E-Fahrzeuge (10 Renault Kangoo, 8 Citroën Berlingo) erweitert. Und  zusätzlich läuft die Ausschreibung für weitere einspurige E-Fahrzeuge. „Damit werden wir Vorreiter für alternative Technologien“, so Pölzl.

CO2 Einsparungen bei den Gebäuden
Gebäude verbrauchen 40% der konsumierten Energie in der EU. Ihr Energiebedarf zählt zu Hauptverursachern der steigenden Treibhausemissionen. Die Post setzte auch hier den Hebel an: Sie reduzierte die gas- und ölbefeuerten Heizsysteme in ihren Gebäuden und steigerte den Anteil an Fernwärme. Außerdem wird in einer neuen Stromausschreibung ein Fokus auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen gelegt. Die Pläne gehen aber weiter: Für eine mögliche künftige Umsetzung werden gerade LED-Beleuchtungskonzepte geprüft und eine Feasibility-Studie für Photovoltaik-Anlagen auf den Verteilzentren in Auftrag gegeben.

CO2 Einsparung durch Klimaschutzprojekte
In manchen Bereichen sind aber Emissionsreduktionen nach dem aktuellen Stand der Technik noch nicht sinnvoll zu erreichen. Jener Ausstoß, der durch unternehmensinterne Maßnahmen nicht vermieden werden kann, wird von der Post künftig durch die Investition in Klimaschutzprojekte im In- und Ausland kompensiert. Die Projekte müssen standardisierte Validierungskriterien der freiwilligen Emissionsminderungen erfüllen und werden von unabhängigen Institutionen wie z. B. dem TÜV AUSTRIA, geprüft.

Der TÜV AUSTRIA sichert Qualität
Wird über Klimaneutralität diskutiert, ist der Grat zwischen Behauptung und Wahrheit ein schmaler. Die Post wählte daher den Weg der Zertifizierung und begleitenden Überprüfung, um die Wirksamkeit ihrer Energiesparmaßnahen zu belegen. Die Aufgabe der notwendigen Qualitätssicherung übernimmt dabei die TÜV AUSTRIA Consult, ein Tochterunternehmen der TÜV AUSTRIA-Gruppe. Die Zertifizierungsspezialisten überwachen den Erfolg des postalischen Nachhaltigkeitsprozesses. Günter Zowa, Geschäftsführer der TÜV AUSTRIA Consult, beschreibt die Zusammenarbeit mit der Post: „Unsere Experten haben die Berechnungsmethodik der angestrebten CO2-Neutralität begutachtet. Darüber hinaus unterstützen wir die Post bei emissionsmindernden Maßnahmen und werden die Kompensationsprojekte begleiten!" Die TÜV AUSTRIA Consult darf dabei auf ihre Erfahrung vertrauen: Sie hat bereits bei zahlreichen Projekten Investitionen in externe Klimaschutzprojekte beurteilt. Zowa: „Mehr als 500 Unternehmen und Organisationen vertrauen bereits auf unsere Kompetenz und Dienstleistungen im Zukunftsbereich Energie und Umwelt.“ Energie- und Emissionsmanagement ist zu einem Wachstumstreiber im internationalen Beratungs- und Zertifizierungsgeschäft der TÜV-Gruppe geworden. Das Post-Projekt gilt dabei als „Best-Practice“-Beispiel. Viele Unternehmen wollen „grüner“ werden.

Die Österreichische Post AG

Die Österreichische Post ist Österreichs größtes Logistikunternehmen mit über 23.000 Mitarbeitern (davon 20.000 in Österreich) und 1.880 Post-Geschäftsstellen, von denen 1.230 als Post Partner-Betriebe auftreten. Zu den Hauptgeschäftsbereichen der Österreichischen Post AG zählen der Brief-  und Paketdienst, sowie die Abwicklung von Finanzgeschäften in Kooperation mit dem langjährigen Partner BAWAG P.S.K. 2010 betrug das EBITDA des Konzerns 262,1 Mio. Euro  bei einem Umsatz von 2,35 Mrd. Euro.

Täglich wählen über eine Million Reisende die Züge und Busse der ÖBB-Personenverkehr AG. Die TÜV AUSTRIA hat den größten Personenlogistiker Österreichs nach ISO 9001:2008, EN 13816 und §39 EisbG 1957 zertifiziert.

Wenn Reisezeit wie im Flug vergeht, dann sitzt man in einem Railjet. Der seit 2008 über Österreichs Schienen rollende Hochgeschwindigkeitszug erreicht ein Höchsttempo von 230 km/h und repräsentiert in Komfort und Ausstattung die Zukunft mitteleuropäischer Bahntechnik. Und damit der Geschwindigkeitsrausch auch Sinn macht, verkehrt Österreichs schnellster Fernverkehrszug seit März dieses Jahres alle zwei Stunden zwischen Wien und Innsbruck in Rekordzeit – 4h 40min von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof machen in der Tür-zu-
Tür-Rechnung jedem Linienflug ernsthafte Konkurrenz. Wer dabei noch in Kategorien eingesparter Treibhausemissionen oder preiswerter Reisekosten rechnet (Economy-Class um 58,30 €), findet auf diesen Strecken keine sinnvolle Alternative. Bis 2013 werden 51 ÖBB-Highspeed-Züge auf den heimischen Schienen und im benachbarten Ausland unterwegs sein.

Anschub durch Weltrekord-Lok
Der 205 Meter lange Zug mit 408 Sitzplätzen (hergestellt in Wien und Graz von Siemens Mobility und ÖBB-Technische Services) wird von einer der modernsten Hochleistungslokomotiven der aktuellen Eisenbahntechnik angetrieben: der Taurus-Lok. 10.000 PS bringen den Zugverbund aus Steuerwagen und sechs Mittelwagen auf Touren. Bei einem von Siemens, ÖBB und der Deutschen Bahn initiierten Weltrekordversuch am 2. September 2006 erreichte die Taurus auf der Strecke Ingolstadt-Nürnberg eine Spitzengeschwindigkeit von 357 Stundenkilometern. Die Weltrekord-Lok ist übrigens seit dem 23. Juni 2008 als ÖBBLokomotive mit der Nummer »1216 025« im ganz normalen operativen Einsatz.

Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Der Railjet ist das Flaggschiff der ÖBBPersonenverkehr AG. Gemeinsam mit ihrer hundertprozentigen Tochter, der ÖBBPostbus GmbH, ist die Personenverkehrssparte der ÖBB Österreichs größter Mobilitätsdienstleister. Täglich fahren über eine Million Reisende mit den Zügen und Bussen der ÖBB. Über 4.300 Reisezüge und 30.000 Buskurse stehen den Kunden Tag für Tag zur Verfügung. Gemessen an der Kilometerleistung der Züge und Busse fahren diese täglich 16 Mal um die Erde. Rund 3.500 Mitarbeiter sorgen sich in der ÖBB-Personenverkehr AG um Zuverlässigkeit, Service und Sicherheit der Kunden.
Für den Anbieter von höchstkomplexen Mobilitätsdienstleistungen ist Kundenzufriedenheit eine ständige Herausforderung. Die Messlatten sind dabei hoch: Das Erscheinungsbild der 180 Bahnhöfe spielt dabei eine ebenso bestimmende Rolle wie der Modernitätsgrad der Reisegarnituren, die Sauberkeit der sanitären Anlagen oder die Leistung des Speisewagenpersonals. Es gilt, an unzähligen Stellschrauben ständig zu drehen, um Komfort und Qualität zu sichern.

Ein besonderer Fokus liegt am gut funktionierenden Informationsfluss zwischen Unternehmen
und Kunden. Deshalb werden Schritt für Schritt moderne Systeme mit Echtzeitinformationen für Fahrgäste implementiert. Das Internet ist bereits das zentrale Medium des Informationsaustausches. Pro Monat verzeichnet die ÖBB-Homepage mehr als drei Millionen Zugriffe – bei steigender Tendenz. Unter www.oebb.at wurde im Herbst vergangenen Jahres ein neues Reiseportal online geschaltet, das Zugauskünfte, Tarife und Buchungen schneller und einfacher umsetzen kann. Die methodische Sicherstellung von Usability (die einfache Benutzbarkeit) und entsprechender User Experience (die positiven Erlebnisse von Benutzern) wurden in den Mittelpunkt gerückt.

In wachsendem Maße ist die allgegenwärtige Verfügbarkeit der Online-Dienstleistungen ausschlaggebend. Über die mobile Fahrplanauskunft Scotty kann man heute mit allen gängigen Handymodellen Echtzeitauskünfte zum Zugverkehr einholen. Unter anderem ist bei den ÖBB auf einigen Strecken auch bereits die neue Technologie NFC (Near Field Communication) im Einsatz. Damit können Fahrgäste mit NFC-fähigen Handys durch bloßes Berühren von NFC-Punkten an Bahnhöfen und Haltestellen Informationen über kommende Züge und Busse erhalten.

In die gleiche Richtung des mobilen Zugangs von ÖBB-Dienstleistungen geht die Einführung des Handy-Tickets. ÖBB-Passagiere können jederzeit und überall buchen, auch noch direkt auf dem Bahnsteig. Mit einem SMS mit dem Inhalt »Zug Abfahrtsbahnhof Ankunftsbahnhof VornameNachname« an 0828 20 200 erhält der Nutzer in kürzester Zeit via SMS unterschiedliche Angebote, unter denen er wählt. Danach liefert das Portal ein »SMSTicket« auf das Handy-Display und der Reisende ist abfahrbereit. Zu beachten ist: Das SMS mit der Ticketbestellung muss vor Abfahrt des Zuges abgeschickt werden. Die Kosten für das Bahn-Ticket werden über die Handy-Rechnung abgebucht.

Gesicherte Qualität
Die Sicherung der Dienstleistungsqualität ist bei einem Mobilitätsanbieter von der Größe der ÖBB-Personenverkehr AG ein hochkomplexes Unterfangen. Die Abhängigkeit von zahllosen externen Rahmenbedingungen muss durch gesicherte und wiederkehrende Maßnahmen auf ein berechenbares
Maß zurückgeführt werden.

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sauberkeit sind wesentliche Werte für einen Schienenlogistiker. Das Management der ÖBB-Personenverkehr beauftragte daher die TÜV AUSTRIA, im Herbst 2010 eine Zertifizierung des Unternehmens nach ISO 9001:2008, EN 13816 und §39 EisbG 1957 durchzuführen. Auditteams von zwei bis fünf Mitgliedern durchleuchteten daraufhin das integrierte Managementsystem (IMS) der ÖBB-Tochter. Dabei wurden Mitarbeiter in Graz, Linz und Wien, aber auch in einzelnen Zügen, im Rahmen von Auditgesprächen über ihre Tätigkeitsbereiche und zu den Arbeitsabläufen befragt. Nach intensiven Vorbereitungen wurde den Auditoren der TÜV AUSTRIA  erfolgreich bewiesen, dass das Unternehmen die in diesen Regelwerken gestellten Anforderungen an das System bzw. das Unternehmen erfüllt.

In vier Stunden von Wien nach Innsbruck
Die Zertifizierungen sind die Basis, die Kundenzufriedenheit zusammen mit der Verbesserung des Logistikangebotes wachsen zu lassen. Denn wenn der Wienerwald-Tunnel fertig ist und die übrigen Infrastruktur- Verbesserungen abgeschlossen sind, wird der Railjet die Wegstrecke Wien - Innsbruck in vier Stunden schaffen. Von Salzburg nach Wien wird es dann gerade einmal zwei Stunden 15 dauern. Darüber hinaus soll der Railjet auch auf der Südbahn in Richtung Zagreb und Ljubljana unterwegs sein. Diese Zeitsprünge gibt es nicht zum Nulltarif: Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 500 Mio. € stellt der Railjet die größte Fuhrparkerneuerung im Fernverkehr in der Geschichte der ÖBB dar.

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