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Newsartikel

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Rechtzeitig Reifen wechseln

  •   03.04.2018
  •   Marketing

Es richten sich verstärkt Anfragen an die TÜV AUSTRIA Experten, wann der richtige Zeitpunkt für den Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen ist.

Bereits Anfang April können die Tagestemperaturen deutlich über jene steigen, bis zu denen der Winterreifen, hinsichtlich seiner Hafteigenschaften, dem Sommerreifen deutlich überlegen ist. Der Schwellenwert liegt hierfür bei circa + 7° Celsius. Der Winterreifen, der sich durch eine weiche Gummimischung und sein, auf Schnee und Eis besonders gut greifendes, Lamellenprofil auszeichnet, leidet dann bereits an erhöhtem Verschleiß. Zudem steigt der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeuges durch erhöhten Rollwiderstand. Die Abrollgeräusche sind lauter als die des Sommerreifens und, was besonders nachteilig ist, die Bremsleistung lässt nach! Bei relativ warmer und trockener Fahrbahn kann dies im Falle einer Vollbremsung aus Tempo 100 bedeuten, dass der Bremsweg des Winterreifens um bis zu 16 Meter länger ist als der Bremsweg eines guten Sommerreifens.

Aber Achtung: zu beachten ist hierbei die eigentliche Fahrbahntemperatur und auch, dass es gerade im Frühjahr, in den Morgenstunden und in exponierten Lagen (z.B. auf Brücken und/oder in Höhenlagen, etc.), durchaus noch zu Frostbildung kommen kann.

Der Gesetzgeber definiert das Ende der gesetzlichen Winterreifenpflicht für PKW, Kombi und LKW bis 3.500 kg höchstzulässigem Gesamtgewicht für Österreich mit 15. April.

  • Vor der Einlagerung der Winterreifen in Ihr Depot bitte die Profiltiefe nachmessen: als Winterreifen gilt nur der Reifen (neben einer M+S Kennzeichnung!), der noch zumindest 4mm Profiltiefe, gemessen an der schwächsten Stelle, aufweist
  • Vom Fachhändler auch das Alter des Reifens überprüfen lassen bzw. mittels den auf der Reifenflanke angegebenen Codes selbst feststellen. Der Reifen verliert mit dem Altern an guten Eigenschaften
  • Als Empfehlung gilt, dass Winterreifen nicht länger als 7 Jahre (Wintersaisonen) gefahren werden sollten
  • Die Radmuttern der neu aufgezogenen Sommerräder immer mit dem laut Fahrzeughersteller für die jeweilige Felgenart (Alu oder Stahl) vorgeschriebenen Drehmoment festschrauben
  • Probefahrt nach dem Räderwechsel durchführen und danach unmittelbar das Anziehmoment der Radmuttern nachkontrollieren
  • Richtigen Reifendruck laut Herstellerangabe beachten und periodisch und vor jeder längeren Fahrt nachkontrollieren
  • Achten Sie auf einen geeigneten Lagerplatz für die demontierten Reifen (kühl, trocken, dunkel) und der Luftdruck um 0,5 bar erhöht neue Reifen müssen auf den ersten cirka 200km eingefahren werden. Ein nagelneuer Reifen hat nach der Produktion noch eine sehr glatte Oberfläche, die sich erst noch aufrauen muss, um an Haftvermögen zu gewinnen

Rückfragehinweis
Christian KUBIK
TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH
Deutschstraße 10, 1230 Wien
Tel.: +43 5 0454-6438
Fax: +43 5 0454-6555
E-Mail: automotivetuvat

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