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Jährliche Aufzugsüberprüfung erhöht Sicherheit

  •   04.06.2018
  •   Infrastructure & Transportation
  •   erstellt von Michael Thomas

In unserem Nachbarland Deutschland findet nur alle zwei Jahre eine mit der österreichischen Prüfung vergleichbare statt. Mit dem Ergebnis, dass allein 2.000 Aufzugsanlagen aufgrund schwerer Sicherheitsmängel außer Betrieb genommen werden mussten.

Aufzug fahren gehört für die meisten Menschen in Österreich zur täglichen Routine. An die 100.000 heimischen Aufzugsanlagen ermöglichen knapp 6,5 Milliarden Fahrten pro Jahr. Die Benützung eines Aufzuges erfolgt heutzutage weitestgehend gefahrlos. Ein Ergebnis technologischer Entwicklungen durch die Aufzugbauer sowie regelmäßiger Service- und Wartungsarbeiten. Der Aufzug gehört aber auch deswegen zu den sichersten Transportmitteln unserer Zeit, weil er einmal im Jahr von einer unabhängigen Überwachungsstelle, unangekündigt, überprüft wird.

Der TÜV AUSTRIA gehört zu diesen unabhängigen Prüfstellen in Österreich. Thomas Maldet, Leiter der TÜV AUSTRIA Aufzugstechnik: „Mehr als 38 Prozent der von TÜV AUSTRIA geprüften Aufzugsanlagen weisen Mängel auf. In den meisten Fällen wird unmittelbar nach unseren Checks ein beanstandeter Mangel durch Wartungsfirmen der Aufzugsbetreiber sofort behoben. Es kommt allerdings auch immer wieder vor, dass wir Aufzüge außer Betrieb nehmen müssen, da die Sicherheit für Fahrgäste überhaupt nicht mehr gewährleistet ist.“

In unserem Nachbarland Deutschland findet nur alle zwei Jahre eine mit der österreichischen Prüfung vergleichbare statt. Mit dem Ergebnis, dass allein 2000 Aufzugsanlagen aufgrund schwerer Sicherheitsmängel außer Betrieb genommen werden mussten. Thomas Maldet streicht daher die Wichtigkeit der jährlich wiederkehrenden Überprüfungen in Österreich besonders hervor. Sie tragen wesentlich dazu bei, unangenehme Zwischenfälle oder gar schwere Unfälle zu vermeiden.

TÜV AUSTRIA-Checks vermeiden schwere Unfälle

Die Prüftätigkeiten umfassen unter anderem den Check von Notrufsystem und Rettungskette, von Türkontakten, Fangvorrichtungen oder Geschwindigkeitsbegrenzern, aber auch die Überprüfung des Aufzugs auf mechanische und elektrische Fehler sowie der Barrierefreiheit, eine Begutachtung des Aufzugsschachtes und des Triebwerkraumes. Gerade der Blick auf das gebäudetechnische Umfeld führe bei der TÜV AUSTRIA-Aufzugsprüfung zu einem echten Mehrwert an Sicherheit, betont Maldet.

Dazu komme, so Maldet, dass auch die Digitalisierung mittlerweile im Aufzug verstärkt Einzug halte. Vieles werde in Zukunft mittels Software gesteuert. Es gelte daher auch hier Manipulierbarkeiten und Angriffe von außen durch entsprechende Risikoanalysen und Sicherheitskonzepte hintanzuhalten. Die Experten des TÜV AUSTRIA unterstützen Aufzugsbetreiber auch dabei.

Dass die Digitalisierung letztlich auch Wartungen und Überprüfungen vor Ort überflüssig mache, erteilt Thomas Maldet eine klare Absage. „Ein Aufzug bleibt auch in Zukunft eine mechatronisch aufgebaute Maschine, die immer einer Wartung und Überprüfung durch Experten vor Ort bedarf. Moderne Aufzugsanlagen, regelmäßige Wartungen, die Verantwortung der Betreiber und die unabhängige jährliche Prüfung machen den Aufzug in Österreich sicher.“

TÜV AUSTRIA Aufzugstechnik, Aufzugssicherheit

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