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Newsartikel

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Automatisiertes Fahren - TÜV AUSTRIA sorgt für Sicherheit

  •   07.07.2017
  •   Infrastructure & Transportation
  •   erstellt von TUEV AUSTRIA

Die zunehmende Automatisierung der Mobilität bedingt eine verstärkte Datenvernetzung.
Ein zentrales Thema dabei ist die Sicherheit von Systemen auf allen Ebenen.

Fahrzeuge übernehmen beim automatisierten Fahren sukzessive mehr Aufgaben. Sie erkennen Fahrstreifen, Verkehrszeichen, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer. Stauassistenten lenken, beschleunigen und bremsen im richtigen Moment – der Fahrer überwacht lediglich. Das „System Auto“ erhält in Echtzeit von der Infrastruktur hochpräzise Karten-, Strecken und Umgebungsdaten. Diese werden für neue Sicherheits- und Warnfunktionen benötigt. Neue Fahrzeugsystemarchitekturen mit Redundanzen, die in einem für das System nicht mehr beherrschbaren Fahrmodus die Kontrolle definiert an den menschlichen Lenker übergeben, werden in naher Zukunft nötig. Die funktionale Sicherheit von automatisierten Fahrzeugen wird mit Fail-Operational- Systemen gewährleistet. Diese verfügen über eine Vielzahl von Sensoren (Kamera, Radar, light detection and ranging – LiDAR) für die erforderlichen Redundanzen. Neue leistungsfähige  Steuergeräte sind für die Fusion der eingehenden Daten und der entsprechenden Verarbeitung vorgesehen. Hohe Anforderungen ergeben sich naturgemäß an sicherheitsrelevante Aktoren wie Bremsen und Lenkung. TÜV AUSTRIA begleitet dabei wie in allen technischen Bereichen die laufende Entwicklung mit  Analysen von Szenarien und Situationen zur Freigabe automatisierter und vernetzter Fahrfunktionen.

Cyber-Security kommt große Bedeutung zu

Einen potenziellen Problemknoten stellt die längere Nutzungsdauer von Fahrzeugen im Gegensatz zur kürzeren von IT-Produkten dar. Letztere erfahren mehrere Software-Updates und sind ständigen Bedrohungen von Cyber-Angriffen ausgesetzt.

Teilweise bieten schon jetzt einige Fahrzeughersteller Over The Air-Updates (OTA) der Software für Autos an. In Zukunft werden zusätzliche temporäre Funktionalitäten, zum Beispiel der Stauassistent für die Urlaubsreise oder „Leistung on demand“, ermöglicht. Das schafft zusätzliche Geschäftsmodelle und neues Nutzerverhalten. Cyber-Security kommt somit große Bedeutung zu. Die Möglichkeit, Systeme mittels OTA mit Updates zu versorgen, schafft nämlich neue Bedrohungen. So besteht etwa die Gefahr, dass Systeme aus Fahrzeugen und Infrastruktur während des Betriebs missbräuchlich oder kriminell modifiziert werden. Eine neue Art der Prüfung wird notwendig. Neben der typischen zyklischen und auf physische Komponenten ausgerichteten Prüfung werden Software- und Cyber-Security künftig im Homologationsprozess betrachtet. Die Prüfungen müssen also kontinuierlich im laufenden Betrieb erfolgen. Damit soll gewährleistet werden,  dass neben dem einzelnen Fahrzeug auch die komplette Infrastruktur über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg geschützt  wird. TÜV AUSTRIA arbeitet dafür an der Gestaltung einer  Cyber Security Referenz-Architektur und der Entwicklung von continuous testing-Verfahren für ein inhärent sicheres System.

Automatisiertes Fahren

TÜV AUSTRIA begleitet Aufbau von Testumgebungen.
In den kommenden drei Jahren ist TÜV AUSTRIA strategischer Setup-Partner von ALP.Lab, der Austrian Light Vehicle Proving Region for Automated Driving. Mit den Projektpartnern AVL, Magna, TU Graz, Joanneum Research, ASFINAG, AIT, TTTech und Siemens wird getestet, wie hochautomatisierte Fahrzeuge Verkehrsunfälle, die in über 90 Prozent der Fälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind, verhindern können.
Digitrans, ein Sondierungsprojekt zur Etablierung einer Testregion für automatisiertes und 
vernetztes Fahren im Gütertransport wird unter anderen von AIT, dem Automobilcluster  Oberösterreich, ASFINAG, Rosenbauer, Hödlmayer, Kapsch und MAN getragen. TÜV AUSTRIA ist dabei assoziierter Projektpartner.
Mit Safety- & IT-Security für Systeme zum hochautomatisierten Fahren ist TÜV AUSTRIA auch beim Innovationsprojekt auto.bus – Seestadt involviert. In Wiens neuem Stadtteil sollen Technologien zum autonomen Fahren im öffentlichen Personen- und Nahverkehr getestet werden. TÜV AUSTRIA ist in dem Drei-Jahres-Projekt Partner von Wiener Linien, Wiener Stadtwerke, Kuratorium für Verkehrssicherheit, AIT, Siemens und nauva.

TÜV AUSTRIA: Autonomes, automatisiertes und vernetztes Fahren, (C) Fotolia, the lightwriter

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