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ISO 22000

ISO 22000

ISO 22000:2005 - Lebensmittelsicherheit

Die ISO 22000:2005 ist der erste internationale Standard, der die Anforderungen an ein Lebensmittelsicherheitsmanagementsystem festlegt. Die Norm bewertet die Lebensmittelsicherheit als Managementsystem im Betrieb, wobei HACCP und die gute Hygienepraxis wesentliche Kernpunkte für die Beurteilung darstellen. Sie legt die allgemeinen Anforderungen an das Lebensmittelsicherheitsmanagementsystem einer Organisation, mit Schwerpunkt auf die interaktive Kommunikation zwischen allen Parteien (Organisationen, Lieferanten, Kunden, Behörden, etc.), fest. Zur Unterstützung bei der Umsetzung im Betrieb wurde die ISO 22004 herausgegeben. Um die Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette besser organisieren zu können, wurde die ISO 22005 entwickelt.

Die ISO 22000 ist mit anderen Managementsystemstandards (ISO 9001, ISO 14001) kompatibel und kann unabhängig davon angewendet oder in diese integriert werden.

Die Revision ISO 22000:2018 wurde am 18. Juni veröffentlicht. Die Übergangsregelung sieht für die Umstellung der Zertifikate – wie bereits bei der Revision von anderen Normen – eine Übergangsfrist von drei Jahren ab Veröffentlichung vor.

  • Die Normen der Gruppe ISO 22000 bieten als einziger weltweiter Standard Sicherheit und decken alle Prozesse der Lebensmittelkette mit Auswirkung auf die Sicherheit des Endprodukts ab.
  • TÜV AUSTRIA ist für ISO 22000:2005 akkreditiert. Diese Dienstleistung bietet TÜV AUSTRIA in den entsprechenden Ländern auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Kroatisch, Italienisch, Persisch, Griechisch und Türkisch an.
  • Daneben bietet eine Zertifizierung die Möglichkeit, die eigenen Vorbeuge-, Kommunikations- und Notfall-Instrumentarien begutachten zu lassen.
  • Der Betrieb erhält ein international anerkanntes TÜV AUSTRIA-Zertifikat.

ISO 22000 kann für alle Arten von Organisationen angewendet werden, die direkt oder indirekt in der Lebensmittelbranche tätig sind; von Primärerzeugern, Pflanzenproduzenten und Futtermittelherstellern, Lebensmittelherstellern, Großhändlern, Einzelhändlern, Transport- und Lagerbetreibern für Cateringdienste sowie Organisationen wie Produzenten von Verpackungsmaterial, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Zusatz- und Inhaltsstoffe.

Neben den Forderungen des Qualitätsmanagementsystems und des HACCP wird die Einführung von folgenden Präventivprogrammen gefordert:

  • PRP (Prerequisite programme)

  • Grundvoraussetzungen und Handlungen zur Einhaltung einer hygienischen Umgebung (GMP, GHP)

  • Operational PRP (operative Präventivprogramme)

  • Programme, die sich im Rahmen der Gefahrenanalyse als notwendig erweisen, um die Wahrscheinlichkeit des Eintrages von Kontaminationen oder die Ausbreitung von gesundheitlichen Gefahren zu beherrschen.

Die wichtigsten Änderungen von ISO 22000:2018 gegenüber ISO 22000:2005 auf einen Blick:

  • High Level Struktur (HLS): Wie bereits bei anderen ISO-Revisionen, wird auch dieser Standard künftig der HLS folgen. Die Kompatibilität mit anderen Managementsystemen (etwa ISO 9001 oder ISO 14001) wird so vereinfacht.
  • Einfachere und prägnantere Formulierungen: Die Anwendbarkeit für KMUs wird erleichtert.
  • Operative Prozesse: Schlüsselkonzepte, wie etwa kritische Kontrollpunkte, Betriebsprogramme, der Umgang mit Risiken, Produktrücknahmen und -Rückrufe sowie externe Kontrollmaßnahmen werden durch die Normenrevision klargestellt.
  • Risikobasierter Ansatz: Die neue ISO 22000 ist – wie auch ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 – risikobasiert aufgebaut. Dabei wird eine Unterscheidung auf der operativen (HACCP-Konzept) und auf der Managementebene getroffen.
  • PDCA-Zyklus: Zwei – auf organisatorischer und auf operativer Ebene getrennte – Verbesserungszyklen führen zu einem ganzheitlichen Lebensmittelsicherheits-Management Ansatz.

Die ISO 22000:2018 wurde am 18. Juni veröffentlicht. Die Übergangsregelung sieht für die Umstellung der Zertifikate – wie bereits bei der Revision von anderen Normen – eine Übergangsfrist von drei Jahren ab Veröffentlichung vor.

Hauptelemente der internationalen Norm ISO 22000 sind:

  • Systemmanagement (Einbindung von Verantwortung für Lebensmittelsicherheit in das Qualitätsmanagement als Gesamtführungsaufgabe)
  • Interaktive Kommunikation (Bereitstellung von Kommunikationsmitteln zur Kommunikation mit Lieferanten, Kunden, Endverbrauchern, Behörden, nicht nur im Krisenfall)
  • HACCP und vorausgesetzte Programme (PRP prerequisite programs)
  • Validierung und Verifizierung: alle Maßnahmen müssen vor, während und nach ihrer
    Durchführung auf ihre Eignung und ihren Erfolg geprüft werden. Die Prüfungen müssen dokumentiert werden.

Ihr Zertifikat besitzt eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren und darf von Ihnen entsprechend der Zertifizierordnung zu Werbezwecken verwendet werden.

Werfen Sie einen Blick auf ein Muster-Zertifikat!


Das Zertifizierungslogo kann sehr gerne beispielsweise auf Ihrem Briefpapier, Ihrer Website (jeweils im Zusammenhang mit Ihrer Organisation) verwendet werden. Die Ihrerseits jeweilig geplante Verwendung muss aus rechtlichen Gründen durch die Zertifizierungsstelle freigegeben/bestätigt werden.

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