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Explosionsschutz

Explosionsschutz

Explosionsschutz

Explosionsgefahr Arbeiten Sie mit chemischen Stoffen? Arbeiten Sie mit entzündlichen und brennbaren Stoffen? Arbeiten Sie mit explosionsgefährdeten Gasen oder Stäuben? Entwickeln bzw. produzieren Sie Geräte und Einrichtungen, die in der Nähe von explosionsgefährdeter Atmosphäre eingesetzt werden sollen?
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl, Beurteilung und der Prüfung von Geräten, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden (Ausgestellte EX-Bescheinigungen) und bei der Prüfung elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Unsere Erfahrung - Ihr Vorteil:

Unsere erfahrenen Mitarbeiter können Sie auf Grund langjähriger Tätigkeit auf dem Gebiet des Explosionsschutzes bei den unterschiedlichsten Problemstellungen optimal unterstützen:

Explosionsgeschützte Geräte und Betriebsmittel

  • Geräteauswahl
  • Entwicklung von Geräten
  • Änderung von bescheinigten Betriebsmitteln
  • Durchführung aller Arten von technischen Prüfungen/Tests
  • Durchführung von Konformitätsbewertungsverfahren nach ATEX (in ganz Europa anerkannt)
  • Schulung und Weiterbildung

Anlagen innerhalb explosionsgefährdeten Bereichen

  • Erstellung von Gutachten
  • Erstellung von Ex-Zonenplänen
  • Unterstützung zur Anlagenplanung, Angebotsprüfung
  • Unterstützung bei Risiko- und Gefahrenanalysen
  • Beratung betreffend Explosionsschutzdokument (VEXAT)
  • Schulung und Weiterbildung des technischen Anlagenpersonals

Für die Installation elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen - also die anlagenmäßige Zusammenschaltung von für sich bereits geprüften und bescheinigten Betriebsmitteln - ist die österreichische Bestimmung ÖVE/ÖNORM E 8065 (in Verbindung mit EN 60079-14) mit Nachträgen heranzuziehen.

Diese ist eine nach der Elektrotechnikverordnung (ETV 2002/A2:2010) in Kraft gesetzte Bestimmung und daher verpflichtend einzuhalten.

Explosionsschutzdokument:

Die EU-Richtlinie 1999/92/EG - über Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden können - verpflichtet den Arbeitgeber unter anderem zur Erstellung und Führung eines Explosionsschutzdokumentes, welches Angaben über

  • die festgestellten Explosionsgefahren
  • die örtliche Festlegung der explosionsgefährdeten Bereiche und deren Einstufung in Zonen
  • die durchzuführenden Explosionsschutzmaßnahmen
  • die Eignung der verwendeten Arbeitsmittel und Anlagen
  • den Umfang und die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen und Messungen
  • sowie alle erforderlichen organisatorischen Maßnahmen wie z.B. Arbeitsanweisungen, Warn- und Alarmpläne

enthalten muss. Die österreichische Umsetzung der Richtlinie ist die Verordnung über den Schutz der ArbeitnehmerInnen vor explosionsfähigen Atmosphären (VEXAT).

Der Bereich der explosionsgeschützt ausgeführten Betriebsmittel, Geräte und Komponenten ist - verpflichtend seit 1. Juli 2003 - durch die EU-Richtlinie 1994/9/EG, die sogenannte ATEX-Richtlinie 2014/34/EU, in Österreich als ExSV96 umgesetzt, abgedeckt. TÜV AUSTRIA ist für diese Richtlinie als "Notified Body" in der EU benannt.

Betriebsmittel Kat. 1G, 2G, 3G, 1D, 2D, 3D die diesen Anforderungen genügen sollen, müssen nach einer oder mehrerer der folgenden Europanormen (EN-Standards) konstruiert, gefertigt und geprüft sein:

  • EN 60079-0: allgemeine Bestimmungen
  • EN 60079-1: Druckfeste Kapselung "d"
  • EN 60079-2: Überdruckkapselung "p"
  • EN 60079-5: Sandkapselung "q"
  • EN 60079-6: Ölkapselung "o"
  • EN 60079-7: Erhöhte Sicherheit "e"
  • EN 60079-11: Eigensicherheit "i"
  • EN 60079-15: Zündschutzart "n"
  • EN 60079-18: Vergusskapselung "m"

Elektrische Betriebsmittel Kategorie 1:

  • EN 60079-26: Betriebsmittel mit Geräteschutzniveau (EPL) Ga

Nicht –Elektrische Betriebsmittel:

  • EN 13463-1: Grundlagen und Anforderungen
  • EN 13463-2: Schwaden hemmende Kapselung "fr"
  • EN 60079-3: Druckfeste Kapselung "d"
  • EN 60079-5: Konstruktive Sicherheit „c“
  • EN 60079-6: Zündquellenüberwachung „b“
  • EN 60079-8: Flüssigkeitskapselung „k“

Staubexplosionsschutz:

  • EN 60079-31: Geräte-Staubexplosionsschutz durch Gehäuse „t“
  • EN 61241-11: Schutz durch Eigensicherheit „iD“

TÜV AUSTRIA Elektrotechnik bietet zwei Möglichkeiten der Hinterlegung technischer Dokumentation für EX-Geräte an:

  • 1-jährliche Hinterlegung (Laufzeit: ein Jahr mit automatischer Verlängerung um jeweils ein Jahr)
  • 10-jährliche Hinterlegung (Laufzeit: 10 Jahre mit automatischer Verlängerung um jeweils ein Jahr)

Die TÜV AUSTRIA SERVICES GMBH ist eine akkreditierte und in Brüssel notifizierte Stelle (Notified Body Kennnummer 0408) für die Durchführung von Prüfungen, Inspektionen , das Ausstellen von Zertifikaten zum Themenbereich "Explosionsschutz" und die Hinterlegung technischer Dokumentationen zur Aufbewahrung gem. ATEX-Richtlinie 94/9/EG, Artikel 8 (1) b) ii) für Geräte die keine Verbrennungsmotoren oder elektrische Geräte sind.

Verfahren für Gerätegruppe I und II, Gerätekategorie M2 und 2 („für Zone 1 / 21“) für Geräte, die keine Verbrennungsmotoren oder elektrische Geräte sind.

Für derartige Geräte (z. B. rein mechanische Betriebsmittel) zum Einsatz in Zone 1 ist das Verfahren der internen Fertigungskontrolle (Anhang VIII - Modul A) des Herstellers vorgesehen. So ist ein kompletter Dokumentationssatz bei einer benannten Stelle zu hinterlegen.

Die technischen Unterlagen müssen eine Bewertung der Übereinstimmung des Geräts mit den Anforderungen der Richtlinie ermöglichen. Sie müssen in dem für diese Bewertung erforderlichen Maße Entwurf, Fertigung und Funktionsweise des Geräts abdecken.

Sie enthalten:

  • Eine allgemeine Beschreibung der Geräte.
  • Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Montage-Untergruppen, Schaltkreisen usw.
  • Beschreibungen und Erläuterungen , die zum Verständnis der genannten Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise der Geräte erforderlich sind.
  • Eine Liste der ganz oder teilweise angewandten Normen sowie eine Beschreibung der zur Erfüllung der Sicherheitsaspekte der Richtlinie gewählten Lösungen, soweit Normen nicht angewandt worden sind.
  • Die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Prüfungen usw.
  • Prüfberichte
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